Neue Doppelspitze

Bern

Die SP-Fraktion des Berner Stadtrats hat eine neue Leitung gewählt. Lena Sorg und Marieke Kruit treten die gemeinsame Nachfolge der langjährigen Fraktionschefin Annette Lehmann an.

Abtretende Fraktionspräsidentin Annette Lehmann flankiert von ihren Nachfolgerinnen Marieke Kruit (links) und Lena Sorg (rechts).

Abtretende Fraktionspräsidentin Annette Lehmann flankiert von ihren Nachfolgerinnen Marieke Kruit (links) und Lena Sorg (rechts).

(Bild: zvg)

Die SP-Stadtratsfraktion wird künftig von einem Co-Präsidium geführt. Ab Februar lenken Lena Sorg und Marieke Kruit die Geschicke in der mit Abstand grössten Fraktion im Berner Stadt­parlament. Die 31-jährige Anwältin Sorg und die 47-jährige Fachpsychologin Kruit wurden beide 2012 in den Stadtrat gewählt. Nun treten sie gemeinsam die Nachfolge von Annette Lehmann an.

Bereits als Annette Lehmann im vergangenen November bekannt gab, dass sie nach fast sechs Jahren von ihrem Amt als Fraktionspräsidentin zurücktreten werde, kursierten die Namen der nun Gewählten als Nachfolge­rinnen.

Am Dienstag entschieden sich die Sozialdemokraten schliesslich einstimmig für die Doppellösung mit Sorg und ­Kruit. Dies habe dem ausdrücklichen Wunsch der beiden entsprochen. Denn die Lösung biete grosse Vorteile, erklärt Marieke Kruit auf Anfrage. «Wir sind in einem Wahljahr. Es ist deshalb wichtig, die Ressourcen zu bündeln», sagt die gebürtige Niederländerin.

An der Aufgabe wachsen

Auf die Frage nach der künftigen Arbeitsteilung antwortet Lena Sorg: «Die Zuständigkeit ergibt sich aus den jeweiligen Dossiers sowie aufgrund unserer Stärken und Vorlieben.» So werde sie als Mitglied der Kommission für Finanzen, Sicherheit und Umwelt vor allem bei der Behandlung sicherheitspolitischer Themen federführend sein.

Für Kruit, die in der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün sitzt, steht demgegenüber die anstehende Abstimmung über das ­Viererfeld oben auf der Prioritätenliste. «Wir ergänzen uns gut», freut sich Kruit auf die Zusammenarbeit. Der gemeinsame Fraktionsvorsitz habe denn auch einen entscheidenden Vorteil: «Wir können gemeinsam reflektieren und gemeinsam Lösungen finden.»

cef/BZ

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