Neue Abstimmung zu Wärmeverbund

Münchenbuchsee

In Münchenbuchsee muss das Volk in Sachen Wärmeverbund Zentrum ein zweites Mal an die Urne. Der neue Standort der Heizzentrale bedingt eine Änderung der Zonenvorschriften.

Weil sich der vorgesehene Standort nicht als geeignet erwies, muss über die neue Heizzentrale in Münchenbuchsee erneut abgestimmt werden.

Weil sich der vorgesehene Standort nicht als geeignet erwies, muss über die neue Heizzentrale in Münchenbuchsee erneut abgestimmt werden.

(Bild: Christoph Imgrüt)

Das Resultat war deutlich. Mit einem Ja-Anteil von über 85 Prozent genehmigten die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee den Wärmeverbund Zentrum und den dafür notwendigen Kredit von gut 7,2 Millionen Franken.

Dieser Wärmeverbund läuft über eine Spezialfinanzierung und muss selbsttragend sein. Als Standort für die unterirdische Heizzentrale war die Strahm­matte vorgesehen. Jedenfalls bis im Frühjahr 2018.

Zu wenig Platz

Doch der zentrale Standort im Gebiet Strahmmatte erwies sich aufgrund der grossen Nachfrage als nicht mehr geeignet. Der Platz ist zu begrenzt, ein Ausbau nicht mehr möglich. Die Gemeinde prüfte anhand mehrerer Vorgaben alternative Möglichkeiten. So darf die Heizzentrale einerseits nicht im Zentrum stehen, andererseits aber auch nicht zu weit davon entfernt, damit Übertragungsverluste minimiert werden.

Als neuen geeigneten Standort hat die Gemeinde das Areal der Saal- und Freizeitanlage festgelegt. Die Zentrale soll im süd­östlichen Teil zu liegen kommen. Der Haken daran: Die geltenden Vorschriften der Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) lassen den Betrieb einer Energiezentrale dort nicht zu. Deshalb müssen die Bestimmungen des Zonenplans angepasst werden, was aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Schritte mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Die Änderung der ZöN-Bestimmungen befinden sich bis Ende Monat in der Mitwirkung. Danach gehen die Pläne an den Kanton zur Vorprüfung. Nach der öffentlichen Auflage befindet zuerst der Grosse Gemeinderat über die Änderung. Das letzte Wort haben erneut die Stimm­berechtigten. Die Abstimmung wird gemäss Grobterminplan erst 2019 stattfinden. Der Bau der Zentrale und der Leitungen ist ab Sommer 2019 vorgesehen. Die Inbetriebnahme erfolgt auf die Heizsaison 2019/2020.

hus

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