Nach Streit: Mahnmal statt Anzeige

Bern

Nach dem Eklat an der Vernissage im Kunstmuseum wendet sich der Aktivist Johannes Lortz nun per offenen Brief an den Fotografen Marco Grob.

Der Fotograf Marco Grob.

Der Fotograf Marco Grob.

(Bild: Urs Baumann)

«Anstatt eine Anzeige wegen Körpertätlichkeit gegen dich einzureichen, schlage ich vor, dass du zusammen mit mir ein Mahnmal für Asbestopfer gestaltest», schreibt Johannes Lortz an den Fotografen Marco Grob.

An der Vernissage zu «Industrious» im Kunstmuseum war es zu einem Handgemenge zwischen den beiden gekommen – Lortz hatte «Asbestos Bodies» auf einen Sockel geschrieben, und Grob deutete es als Angriff auf seine Arbeit. Lortz betont, dass seine Aktion nicht gegen Grob gerichtet sei, sondern gegen die Zusammenarbeit des Kunstmuseums mit dem Holcim-Konzern .

Das Museum reagierte gestern ebenfalls mit einem offenen Brief, nannte Lortz Aktion eine «billige Performance», die bloss seinem «Narzissmus» diene. Marco Grob wolle nicht mit Lortz in Kontakt treten, hiess es weiter.

Berner Zeitung

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