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Nach Brand: Mann in Handschellen abgeführt

An der Kilchgrundstrasse in Ostermundigen hat am Freitagmorgen der Dachstock eines Mehrfamilienhauses gebrannt. Drei Personen mussten zur Kontrolle ins Spital, ein Mann wurde von der Polizei angehalten.

«Ich wurde um 5 Uhr wegen dem Rauchgestank geweckt», berichtet Gianni Iseli, der gegenüber wohnt.
«Ich wurde um 5 Uhr wegen dem Rauchgestank geweckt», berichtet Gianni Iseli, der gegenüber wohnt.
Gianni Iseli, Leserreporter
Nach einem Blick aus dem Fenster sah der Nachbar, dass der Dachstock des Mehrfamilienhauses an der Kilchgrundstrasse in  in Vollbrand steht.
Nach einem Blick aus dem Fenster sah der Nachbar, dass der Dachstock des Mehrfamilienhauses an der Kilchgrundstrasse in in Vollbrand steht.
Gianni Iseli, Leserreporter
Die Strassen wurden rund um den Brand abgesperrt.
Die Strassen wurden rund um den Brand abgesperrt.
Jessica King
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Der Brand an der Kilchgrundstrasse wurde den Einsatzkräften um 5 Uhr gemeldet. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot von 60 Mann aus und brachte das Feuer nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Sie konnten laut Mitteilung das Übergreifen des Brandes auf die angrenzenden Häuser verhindern. Um an Glutnester zu gelangen, mussten sie aber unter anderem das Dach aufbrechen.

«Ich wurde um 5 Uhr wegen des Rauchgestanks geweckt», berichtet Nachbar Gianni Iseli. Er sah aus dem Dachstock des Nachbarhauses eine riesige Rauchsäule aufsteigen. Eine Anwohnerin vor Ort sagte ebenfalls, dass sie kurz vor 5 Uhr geweckt wurde. «Zuerst dachte ich, jemand hätte im Haus nebenan die Lichter vergessen auszuschalten. Dann merkte ich, dass eine Flamme empor züngelte, und habe sofort die Feuerwehr angerufen.» Anschliessend habe es während über einer Stunde gebrannt, eine rund drei Meter grosse Flamme sei aus dem Dach empor gestiegen.

Mit 60 Mann ausgerückt

Ein Nachbar hat ebenfalls die Szene beobachtet und berichtet von den Anstrengungen der Feuerwehr, das Feuer zu bändigen. «Zu Beginn haben sie das Wasser durch zwei kleine Fenster ins Haus gespritzt, aber dann fingen sie an, mit Motorsägen grössere Löcher in den Dachstock zu sägen.» Die Anwohner, die sich staunend auf der Strasse oder auf den Balkonen versammelt hatten, seien von der Polizei gebeten worden, sich ins Innere der Häuser zu begeben. «Der beissende Rauch sei ungesund, ja sogar gefährlich.»

In Handschellen abgeführt

Gianni Iseli berichtet ebenfalls, dass seine Tochter gesehen habe, wie ein Mann in Handschellen abgeführt wurde. Vor ihrem Haus, das rund 50 Meter vom brennenden Wohnhaus entfernt liegt, haben Polizisten um 7.30 Uhr einen Mann in Handschellen gelegt und in ein Polizeiauto einsteigen lassen. Die Polizei teilte gegenüber Redaktion Tamedia mit, dass der Mann den Einsatz behindert habe und deswegen angehalten wurde.

Wie die Kantonspolizei Bern gegenüber Redaktion Tamedia mitteilte, mussten insgesamt 18 Personen evakuiert werden. Anschliessend wurden sie laut einem Reporter vor Ort ins Mösli-Schulhaus gebracht, wo sie ein Zmorge bekamen und durch ein Care-Team betreut wurden. Zwei der Betroffenen sowie ein Polizist mussten wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht werden. Mittlerweile konnten aber alle das Spital wieder verlassen.

Wieso das Feuer ausgebrochen ist, weiss man noch nicht. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt.

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