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Muri bekommt einen Autobahn-Tunnel

Muri soll einen Autobahn-Tunnel erhalten - aber nur in Fahrtrichtung Thun. Darauf haben sich Bund, Kanton und die betroffenen Gemeinden verständigt, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Freitag bekanntgab.

Die Gemeinde Muri kämpft seit längerem für eine Tunnellösung. Zur Debatte standen zuletzt noch zwei Varianten. Die teurere sah zwei Röhren am Seidenberg vor. Nun entschieden sich die Behörden für die günstigere Lösung mit einer einzigen Röhre Richtung Thun und einer offenen Linienführung Richtung Bern.

Damit ist der letzte wichtige Grundsatzentscheid bei der Planung des Autobahn-Ausbaus im Raum Bern-Ost getroffen. Der Bund geht davon aus, dass die A6 bis zum Jahr 2030 erheblich überlastet sein werde; er will deshalb die Autobahn zwischen den Anschlüssen Wankdorf und Muri mit je einem Fahrstreifen pro Richtung ergänzen.

Kernstück des Ausbaus ist ein unterirdisch geführter Bypass zwischen der Schosshalde (Zentrum Paul Klee) und Muri. Die bestehende A6 soll auf diesem Abschnitt zu einer Stadtstrasse zurückgebaut werden.

Günstigere Variante

In einer Konsultation haben sich Bund, Kanton, Region, die Stadt Bern sowie die Gemeinden Muri und Ostermundigen nun auf die einröhrige Tunnellösung verständigt. Dabei wird der Verkehr in Richtung Thun zwischen Saali und dem Anschluss Muri im einröhrigen Seidenbergtunnel unterirdisch geführt.

In der entgegengesetzten Richtung verbleibt der Verkehr auf der bestehenden A6. Diese wird auf dem betroffenen Abschnitt um zwei Fahrstreifen und einen Pannenstreifen reduziert.

Mit dem Verzicht auf die zweite Röhre am Seidenberg könnten die Kosten für die gesamte Engpassbeseitigung im Raum Bern-Ost von 2,1 auf 1,8 Milliarden Franken gesenkt werden, schreibt das Astra. Die direkt angrenzenden Siedlungsgebiete in Muri profitierten von der Halbierung des oberirdisch geführten Verkehrs.

Realisierung nicht gesichert

«Damit stellt diese Lösung einen tragfähigen Konsens dar», heisst es im Astra-Communiqué. Das letzte Wort bei den Ausbauplänen ist allerdings noch nicht gesprochen: Über die Finanzierung des Vorhabens werden voraussichtlich 2014 die eidgenössischen Räte entscheiden.

Der Bund stellt insgesamt 5,5 Milliarden Franken aus dem Infrastrukturfonds für die Engpassbeseitigung im Schweizer Nationalstrassennetz zur Verfügung. Ob das Projekt Bern-Ost letztlich Geld erhält, ist offen. Sechs weitere Projekte sind ebenfalls im Rennen.

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