Das Schulhausprojekt wartet aufs Zeugnis

Kirchlindach

Ende März entscheidet das Volk über einen ­Schulhausneubau in Herrenschwanden. An einem Infoabend wurde das Projekt vorgestellt. Dieses muss zwei Abstimmungen überstehen.

Das Projekt Momo der Implenia AG ging aus einem Wettbewerb als Sieger hervor.

Das Projekt Momo der Implenia AG ging aus einem Wettbewerb als Sieger hervor.

(Bild: Hausammann Architekten AG)

Hans Ulrich Schaad

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 26. März geht es um viel. Dann entscheiden die Stimmberechtigten von Kirchlindach, ob Herrenschwanden für gut 10 Millionen Franken ein neues Schulhaus mit Turnhalle erhält. Es ist un­bestritten, dass das heutige, rund 56-jährige Gebäude den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. «Die aktuelle Situation ist fast unhaltbar», sagte Gemeinderat Christoph Bürki (SP) an einem Informationsabend.

Initiative für Denkpause

Das Schulhausprojekt muss an der Versammlung gleich zwei Abstimmungen überstehen. Denn bevor der Baukredit an der Reihe ist, entscheiden die Stimmberechtigten über eine Gemeindeinitiative. Diese verlangt eine Denkpause bei der Schulraumplanung. Erst als ein Votant die Initianten aufrief, sie sollten ihre Initiative zurückziehen, meldete sich Peter Rub vom Komitee zu Wort. Man habe sich nie gegen oder für ein Projekt ausgesprochen, betonte er.

Die Initianten würden sich eine Kostentransparenz wünschen, auch im Hinblick auf eine Sanierung des Schulhauses in Kirchlindach. «Wir ziehen die Initiative sicher nicht zurück», schloss Peter Rub sein Votum. Gemeindepräsident Werner Walther (parteilos) machte klar, dass man bei einem Ja zur Initiative das vorgeschlagene Projekt «kübeln» könne. Die bisherigen Planungskosten von rund einer halben Million Franken wären verloren.

Schulhaus zum Fixpreis

Das neue Schulhaus wird von einem Totalunternehmer zum Fixpreis von knapp 8,7 Millionen Franken auf dem nördlichen Teil des Sportplatzes erstellt. Zu diesem Betrag kommen die Kosten für ein neues Rasenspielfeld und Diverses (neues Mobiliar, Reserve) dazu. Total beantragt der Gemeinderat einen Kredit von gut 10,3 Millionen Franken.

Die Gemeindeversammlung wird noch über zusätzliche Optionen entscheiden können: einen Bühnenanbau für 622'000 Franken und einen Kunstrasen mit Beleuchtung beim Sportplatz für 413'000 Franken). Der Gemeinderat lehnt beide Optionen ab, weil der Nutzen die Kosten nicht rechtfertigt.

Das alte Schulhaus soll später abgerissen und das Areal in eine Wohnzone überführt werden. Der Gemeinderat rechnet daraus mit einem Erlös von rund 2,1 Millionen Franken.

Berner Zeitung

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