Möbeldesigner verlässt Breitsch

Bern

Martin Blaser zieht mit seinem Möbeldesignladen Stahlblau von der Stadt Bern nach Hagneck. Dort soll auch ein Bistro Kundschaft anlocken.

Der Möbelbauer Martin Blaser verlässt das Breitenrainquartier nach viereinhalb Jahren.<p class='credit'>(Bild: Timon Stuber)</p>

Der Möbelbauer Martin Blaser verlässt das Breitenrainquartier nach viereinhalb Jahren.

(Bild: Timon Stuber)

Vor viereinhalb Jahren zog Martin Blaser mit seinem Möbeldesignladen Stahlblau in Bern von der Gerechtigkeitsgasse an die Moserstrasse. Gründe dafür seien damals die hohe Miete und der wenige Platz gewesen.

Nun zieht er sich ganz aus der Stadt zurück. Es tue ihm weh, Bern zu verlassen, aber sonderlich willkommen habe er sich nicht gefühlt. «Der Mix ist einfach nicht gewährleistet. Handwerker sind in der Stadt schon lange kein Thema mehr, nur noch Essens- und Trink­angebote werden gefördert», so der 55-Jährige.

Ein Grund für den Umzug

sei aber auch das veränderte Konsumverhalten: «Die Zahlen stimmten einfach nicht mehr. Viele bestellen auf Galaxus, um Geld zu sparen», bedauert er. Beratung werde nicht mehr wertgeschätzt.

Bis zum 22. Februar veranstaltet er mit den Möbeln einen Ausverkauf, ab dem 23. geht es in Hagneck los. Mit dem Kopf ist Blaser schon beim neuen Projekt: Im alten Wasserkraftwerk, in dessen Nähe er auch wohnt, eröffnet er nebst Werkstatt das Bistro «martin-pêcheur».

Mit dabei ist auch seine Partnerin Susanna Regli. Vom 30-plätzigen Lokal aus kann man Blaser bei der Werkstattarbeit zuschauen. Speziell freut er sich auf den Sommer, wenn wieder viele Velofahrende unterwegs sein werden.Ob Brunch, Frischluft-Filmabende oder Einsätze von Störköchen – an Ideen mangelt es Blaser fürs Bistro nicht.

cla

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