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Mittelhäusern hat seinen Treffpunkt wieder

Verena Kohli hat Wort gehalten: In der neuen Überbauung Hirschen-Arealin Mittelhäusern gibts ein Bistro.

Das Bistro im neuen Hirschen-Dörfli ist bereit für den Willkommensapéro. Franziska Rothenbühler
Das Bistro im neuen Hirschen-Dörfli ist bereit für den Willkommensapéro. Franziska Rothenbühler
Franziska Rothenbühler

«Ende gut, alles gut», könnte man sagen zu dieser Geschichte, die in Mittelhäusern für so viel Aufregung gesorgt hat. Vor drei Jahren wurde bekannt, dass die Hirschen-Besitzerin Verena Kohli den verpachteten, kaum mehr rentablen Gasthof zumachen und auf dem Areal Wohnungen bauen wollte. Der letzte Treff im Dorf stand vor dem Aus.

Leute aus dem Dorf hatten noch versucht, dem altehrwürdigen Lokal mit kulturellen Veranstaltungen Leben einzuhauchen. Eine Arbeitsgruppe entwickelte auch Pläne, das Parterre mit Restaurant und Saal für einen Mittagstisch, einen Kulturtreff oder auch eine Veloflickwerkstatt zu mieten.

«Jetzt haben wir den Hirschen zurück»

Allein Kohli schienen all die Ideen etwas gar idealistisch zu sein. Sogar im Dorf selber gab es Stimmen, die das Projekt bereits am Geld wie auch am mangelnden freiwilligen Personal scheitern sahen. So passierte das Unvermeidbare. Ende Februar 2017 ging der Hirschen zu, und dem Dorf blieb nur die Hoffnung, dass Kohli das Bistro, von dem sie mehrfach gesprochen hatte, in der neuen Überbauung wirklich realisieren würde.

Und die Hirschen-Besitzerin hielt Wort. Ende Mai ist im neuen, wie es nun auch genannt wird, Hirschen-Dörfli das Bistro Sachi neu aufgegangen. Der ausgestopfte Hirschkopf im Innern erinnert an die alten Zeiten, und als kurz vor der Eröffnung der Ortsverein vorbeischaute, war die Stimmung gelöst. «Jetzt haben wir den Hirschen zurück», sagte ein zufriedener Präsident Hans Moser an diesem Anlass, zu dem statt der erwarteten dreissig gleich hundert Leute herbeiströmten.

27 Wohnungen stehen heute auf dem Areal, untergebracht sind sie im alten Gasthof und in zwei Neubauten. Da bliebt noch eine Frage: Wie läuft es nun im neuen, auf knapp 40 Plätze verkleinerten Bistro mit seinen eingeschränkten Öffnungszeiten? Besser als im alten, grossen Landgasthof?

Der Zuspruch sei sicher da, längerfristig müsse das Interesse aber noch steigen, antwortet Barbara Zbinden, die Pächterin. Um gleich zu relativieren: Nach knapp einem Monat sei es für eine Bilanz noch zu früh. Der Betrieb müsse noch richtig anlaufen, nach den zwei Jahren ohne Beiz im Dorf erst recht.

Am Samstag feiert das Bistro offizielle Eröffnung: Zbinden lädt zum Willkommensapéro.

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