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Mit Musik ins neue Magazin

Die Feuerwehr hat gezügelt. Der Umzug wurde angeführt von der Musik, gefolgt vom Tanklöschfahrzeug und verfolgt von vielen Leuten am Strassenrand.

Christine Nydegger
Kommandant Fritz Rohrbach flankiert von den Vize Markus Brönnimann (l.) und Philippe Anselmini vor dem neuen Magazin.
Kommandant Fritz Rohrbach flankiert von den Vize Markus Brönnimann (l.) und Philippe Anselmini vor dem neuen Magazin.
Enrique Garcia
Viele Riggisberger und Riggisbergerinnen standen am Strassenrand und schauten dem Schauspiel zu.
Viele Riggisberger und Riggisbergerinnen standen am Strassenrand und schauten dem Schauspiel zu.
Enrique Garcia
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Das alte Feuerwehrmagazin an der Schwarzenburgstrasse hat ausgedient. Am Samstag zog die Feuerwehr Riggisberg ins neue Magazin am Sandgrubenweg. Sie tat das mit Musikbegleitung und einem feierlichen Umzug durchs Dorf. Viele Riggisberger und Riggisbergerinnen standen am Strassenrand und schauten an diesem Samstagvormittag dem Schauspiel zu.

«Jetzt haben wir alle Fahrzeuge am gleichen Standort», freut sich Kommandant Fritz Rohrbach. Das war im alten Magazin nicht möglich. Der Platz reichte nur für das Tanklöschfahrzeug (TFL) und für den Mercedes-Benz mit der Schlauchhaspel. Dieses Fahrzeug wurde durch einen Traktor mit Schlauchspindel vorne und Schlauchanhänger ersetzt.

Schon bald nach der Ankunft des Trosses im neuen Magazin standen der Traktor und das TFL am richtigen Ort, die Schneeketten präpariert bei den Hinterrädern. Man weiss ja nie. Und für alle anderen Fahrzeuge waren die Plätze noch frei.

Viel zu tun

Die Feuerwehr Riggisberg fährt ihre Einsätze in einem grossen Gebiet. Dazu gehören die Ortsteile Rüti und Rümligen. Und weil eben auch Teile des Gurnigel-Gantrisch-Gebietes in diesen Aktionsradius gehört, liegen die Schneeketten im Winter immer bereit. «In der Rüti und in Rümligen haben wir je ein Materiallager, das wir auch mit dem neuen Magazin am Sandgrubenweg weiter betreiben werden», erklärt Fritz Rohrbach. Das dritte Aussenmagazin beim Schloss hingegen wird aufgehoben.

1,2 Millionen Franken hat das neue Magazin gekostet. Für Rohrbach und seine Leute bringt es viele Vorteile. «Wir können hier die Atemschutzgeräte abfüllen und verfügen auch über ein Sitzungszimmer und einen Schulungsraum.» Bis jetzt musste Kommandant Rohrbach bei der Gemeinde vorstellig werden, wenn er einen solchen Raum benötigte. Zudem seien an diesem Standort jetzt Zivilschutz und Feuerwehr vereint, sodass sich auch hier eine noch bessere Zusammenarbeit ergebe.

Im Schnitt 40 Mal rücke die Feuerwehr Riggisberg pro Jahr aus. Da seien auch etwa 6 bis 8 Fehlalarme darunter, berichtet Kommandant Rohrbach. Die Feuerwehr werde auch etwa zu Rettungsarbeiten bei Verkehrsunfällen gerufen. Bei vielen Einsätzen seien die Ereignisse aber kleinerer Natur. «Im Mai 2018 mussten wir zum letzten Mal bei einem grossen Brand eingreifen.»

Männer und Frauen gesucht

Seine Truppe umfasst 68 Männer und 3 Frauen. Es sei nicht so, dass mehr Personen Dienst in der Feuerwehr machen wollten, als diese aufnehmen könne. «Im Gegenteil, wir sind immer wieder auf der Suche nach Leuten», erklärt Rohrbach. In der Feuerwehr Riggisberg werden auch Personen aufgenommen, die auswärts einer Arbeit nachgehen. «Sie werden dann vielleicht nicht gerade in der ersten halben Stunde eingesetzt.» Aber in einer zweiten Phase gebe es noch genügend Arbeit für später kommende Feuerwehrleute.

Die Riggisberger helfen auch in der Nachbargemeinde Rüeggisberg. Die beiden Feuerwehren spannen bei grösseren Ereignissen zusammen.

Beim Umzug am Samstag war das genau gleich: Die Musik aus Rüeggisberg half der Musikgesellschaft Riggisberg aus, damit es an der Spitze des Umzugs so richtig tönte. Denn die Riggisberger Musikanten sind gegenwärtig mit der Fasnacht beschäftigt und konnten darum nicht so viele Bläser und Tambouren aufstellen.

Aber eben: Dafür hat man ja Nachbarn, die helfend einspringen können. So marschierte trotzdem eine recht kräftige Musiktruppe mit der Feuerwehr Riggisberg zum neuen Magazin.

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