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Mit Kunst strukturiert er sein Leben

Alfred Erne, ein Bewohner der Heilsarmee-Heimstätte Buchseegut in Köniz, hat eine neue Leidenschaft: Er malt. Seine Werke und die von weiteren Buchseegut-Bewohnern werden nun im Schloss Köniz ausgestellt.

Geschäftig wirkt die Stimmung im Atelier. Die Mitarbeiter sind vertieft in ihre Arbeiten. Einer von ihnen ist der 70-jährige Alfred Erne. Seit mehr als zwei Jahren wohnt er in der Wohn- und Werkstätte Buchseegut in Köniz und hat hier sein Talent fürs Malen entdeckt.

Vom Gipser zum Maler

«Zuerst habe ich bloss die Zeichnungen in den Büchern ausgemalt», sagt Erne. Später hat er angefangen, Farben und Formen zu kombinieren und die Mandalas frei zu zeichnen. Seine Werke wurden immer kreativer. Heute erfindet er die Motive selber und malt auf Papier, Leinwand und Jute.

Fast 40 Jahre hat er als Gipser gearbeitet. Nach seiner Pensionierung vor acht Jahren sei er in ein Loch gefallen, erzählt Alfred Erne. Er hatte Mühe damit, keine Tagesstruktur mehr zu haben. Im Buchseegut fand er eine Beschäftigung im Atelier. «Vorher habe ich mich zu Hause verkrochen, nun habe ich wieder etwas zu tun und Menschen um mich», sagt der 70-Jährige. So zog er von seiner Wohnung in Bümpliz ins Wohnheim. Hier gehe es ihm gut, versichert er. Morgens arbeitet Erne im Atelier mit. Den Nachmittag verbringt er mit Malen, Spazieren und Turnen.

Drei Bewohner stellen aus

«An einem Bild arbeite ich drei bis vier Tage, aber ich habe keinen Stress», berichtet er lachend und zeigt einige seiner Werke. Als Franziska Rohrer, Co-Leiterin des Ateliers, ihn für die Ausstellung im Könizer Schloss angefragt hat, hat er sofort zugesagt. Voller Vorfreude blickt er der Vernissage entgegen.

Zusammen mit zwei weiteren Bewohnern, Ernst Neuenschwander und Werner Stäubli, wird er seine Kunstwerke im Haberhuus bis am 8.November ausstellen.

Hier wohnen 44 Männer

Das Buchseegut wird von der Heilsarmee geführt und von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) finanziell unterstützt. Menschen mit psychischer, physischer und geistiger Behinderung finden hier ein Zuhause, einen Arbeitsort oder beides. Das Haus mit der Aussicht auf das Schloss Köniz bietet Wohnraum für 44 Männer und 47 betreute Arbeitsplätze für Frauen und Männer.

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