Mit Fredy Bickel auf Wohnungsbesichtigung

Bern

Der von YB entlassene Sportchef Fredy Bickel sucht einen Nachmieter für seine Altstadtwohnung in Bern. Er zieht zurück in seinen Heimatort im Kanton Zürich.

Anrufen bei Herrn Bickel: Wohnung mit prominentem Vormieter.

Anrufen bei Herrn Bickel: Wohnung mit prominentem Vormieter.

(Bild: Screenshot immoscout24)

Interessenten können sich bei Herrn Bickel melden, steht im Inserat. Dessen Telefonnummer ist unter Besichtigungskontakt angegeben.

Interessenten dürfte es einige geben, die Wohnung in der Münstergasse in Bern hört sich nach einem Bijou an: «Wunderschöne Dachwohnung über drei Stockwerke mit Turmzimmer und Kamin, riesige Dachterrasse, top modern mit zwei Badezimmern, helle und geräumige Zimmer, eigene Waschmaschine und Tumbler», lautet die Werbung im Inserat. 80 Quadratmeter und vier Zimmer ist die Wohnung gross, die Bruttomiete beträgt 2900 Franken im Monat.

Wohnungen in der Altstadt sind beliebt und rar, bei Herrn Bickel dürfte derzeit das Telefon oft läuten. Aber nicht nur wegen der Wohnung. Bei Herrn Bickel, dem derzeitigen Mieter, handelt es sich um Fredy Bickel, den ehemaligen YB-Sportchef. Viele Leute wollten ihn in den vergangenen Wochen sprechen, seine Entlassung gab zu Reden.

Zurück nach Mettmenstetten

Nun also verlässt Fredy Bickel Bern, er zieht zurück in seinen Heimatort, in das zürcherische Mettmenstetten, wie er sagt. Anrufe, so Bickel, habe er wirklich ziemlich viele erhalten. Die meisten Interessenten hätten wohl begriffen, dass er es sei, der hinter dem Inserat stecke. Die Leute hätten aber schon überwiegend aus Interesse an der Wohnung angerufen und nicht nur aus Interesse an seiner Person.

Ab erstem Dezember ist die Wohnung zu haben. Was hat Bickel bis dahin noch zu erledigen in Bern? «Ich bin gerne hier und nutze die Wohnung noch ein bisschen aus», sagt er. Und er sei bei YB derzeit ja noch unter Vertrag.

«Sicher führe ich die Wohnungs- besichtigung selber durch.»Fredy Bickel

Der Mann hat also keine Eile. Das wird sich wohl auch der Vermieter gedacht haben, als er Bickel als Kontakt für die Besichtigungen auserkoren hat. Ein Job, den Bickel ohne Murren übernimmt: «Sicher führe ich die Wohnungsbesichtigung selber durch», sagt er.

Bickels Wohnungen sorgten früher schon für Gesprächsstoff. Es war kurz nach der Jahrtausendwende, als er Berns damals wohl bekannteste Wohngemeinschaft mitgründete. Im Marzili logierte er mit dem damaligen YB-Assistenten Harry Gämperle und dem damaligen YB-Trainer Marco Schällibaum in einer WG. Gerüchte machten die Runde.

In der Münstergasse wohnte Bickel dagegen alleine. Er habe vor allem den Standort, die Altbauweise und die Terrasse gemocht, sagt er. Das tönt nach einem ruhigen Nachbarn.

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