Mit dem Velo ins Training

Handball

Der BSV Bern startet mit einem neuen Torhüterduo in die Saison 2018/2019. Zudem wurde für den linken Rückraum mit Matthias Gerlich ein routinierter deutscher Akteur verpflichtet.

Freuen sich auf ihr Debüt: (v. l.) Renato Milosevic, Edin Tatar, Matthias Gerlich, die Zuzüge des BSV Bern.

Freuen sich auf ihr Debüt: (v. l.) Renato Milosevic, Edin Tatar, Matthias Gerlich, die Zuzüge des BSV Bern.

(Bild: Susanne Keller)

Reto Pfister

Am letzten Donnerstag wurde in Gümligen die Ballsporthalle eröffnet. Der BSV Bern trägt seine Heimspiele ab sofort in einer hochmodernen Arena aus, das erste am Donnerstag (20.15 Uhr) gegen den Kantonsrivalen Wacker Thun. Der Mannschaft, die für die Berner die erste Saison in der neuen Spielstätte bestreiten wird, gehören drei bisherige Spieler nicht mehr an. Torhüter Dragan Marjanac ist zu Suhr Aarau gezogen.

Der Serbe erhielt bei den Aargauern einen Fünfjahresvertrag mit der Perspektive, langfristig in der Schweiz bleiben zu können. Kontrakte mit einer so langen Dauer schliesst der BSV prinzipiell nicht ab. Der zweite Goalie Dominic Rosenberg musste wegen Hüftproblemen seine Karriere beenden. Der junge Slowene Luka Groff vermochte im linken Rückraum nur bedingt zu überzeugen; er spielt nun in der zweiten französischen Liga für Nancy. Ersetzt worden sind sie durch einen Bosnier, einen jungen Einheimischen und einen Deutschen.

Die drei Neuen

Edin Tatar: Der 28-jährige Bosnier kam aus Polen und ersetzt Marjanac als Torhüter Nummer 1. Er sei ein anderer Typ Schlussmann, als dies sein Vorgänger gewesen sei. «Edin bestricht vor allem über extrem schnelle Reflexe und hat ein gutes Stellungsspiel», sagt Trainer Aleksandar Stevic. «Dazu verfügt er als Nationalspieler seines Landes über internationale Erfahrung.» Tatar spricht Englisch; Stevic kann sich mit ihm zudem in seiner Muttersprache verständigen. «Und er versteht schon etwas Deutsch», sagt der BSV-Coach erfreut.

Renato Milosevic: Bei der Suche nach einem Ersatz für Rosenberg entschied sich der BSV für einen Mann aus den eigenen Reihen. Renato Milosevic ist 20 Jahre alt und spielte zuletzt in der zweiten Mannschaft in der 1. Liga. «Er hat im Sommer extrem viel an sich gearbeitet, einige Kilo abge­nommen und sich in den Testspielen ordentlich präsentiert», sagt Stevic. Einen Rat hat Milosevic beherzigt. Statt mit dem Auto kommt er mittlerweile mit dem Velo ins Training.

Matthias Gerlich: Im linken Rückraum entschieden sich die Berner früh für die Verpflichtung eines torgefährlichen und routinierten Spielers. Mit dem 30-jährigen Deutschen haben sie ihn gefunden. Gerlich spielte zuletzt für Eisenach und hat in der 2. Bundesliga in den letzten fünf Jahren im Schnitt 175 Tore erzielt. «Ihn kenne ich schon aus meiner aktiven Zeit als Spieler», sagt Stevic. «Er hat extrem viel Erfahrung und ist mit seiner professionellen Einstellung auch ein Vorbild für die jungen Spieler.» Neu für Gerlich ist, dass er mit seiner Grösse von 2,04 Metern in Bern auch in der Deckung in einer zentralen Position eingesetzt wird.

Den Fokus nicht verlieren

Die Abgänge der Stammkraft Marcel Lengacher (Flügel links) und von Ergänzungsspieler Thomas Rathgeb (Rückraum Mitte), die keine neuen Verträge mehr erhielten, wurden intern aufgefangen. «Wenn das Team komplett ist, sind wir gut aufgestellt», sagt Stevic.

In der Vorbereitung war dies jedoch nicht der Fall. Sebastian Schneeberger, der nun als Nummer 1 als Linkaussen vorgesehen ist, musste sich nach den Playoffs einer Schulteroperation unterziehen. Der junge Rückraum­spieler Lucas Rohr konnte wegen Knie- und Schulterproblemen drei Wochen nicht trainieren.

Das Ziel der Berner ist es, sich fest unter den ersten vier der Nationalliga A zu etablieren. Stevic achtet darauf, dass das Team den Fokus auf das Wesentliche nicht verliert. «Die Vorfreude auf den ersten Auftritt in der neuen Halle ist gross», sagt er. «In erster Linie bestreiten wir jedoch immer noch ein Meisterschaftsspiel ge­gen Wacker.»

In dem es zwei Punkte zu gewinnen gibt, die der BSV Bern ­holen will.

Berner Zeitung

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