Zum Hauptinhalt springen

Mit bunten Säcken die Abfalltrennung fördern

Im September läuft das Pilotprojekt an: 2500 Haushalte in der Stadt Bern recyceln Abfall in verschiedenfarbigen Säcken.

Ursula Wyss, Umweltdirektorin Stadt Bern, (rechts) und Walter Matter, Leiter Abfallentsorgung, präsentieren am Donnerstag das neue Mülltrennsystem. (24.08.2017)
Ursula Wyss, Umweltdirektorin Stadt Bern, (rechts) und Walter Matter, Leiter Abfallentsorgung, präsentieren am Donnerstag das neue Mülltrennsystem. (24.08.2017)
Keystone
Papier, Glas, Plastik und der Hausmüll werden in unterschiedlich farbigen Abfallsäcken zuhause getrennt gesammelt.
Papier, Glas, Plastik und der Hausmüll werden in unterschiedlich farbigen Abfallsäcken zuhause getrennt gesammelt.
Keystone
Das erste Farbsacktrennsystem der Schweiz soll in der Stadt Bern während einem Jahr mit Freiwilligen getestet werden.
Das erste Farbsacktrennsystem der Schweiz soll in der Stadt Bern während einem Jahr mit Freiwilligen getestet werden.
Keystone
1 / 4

«Sauber getrennt kommt all der Abfall zack, zack in den entsprechenden Recyclingsack», so heisst es im Erklärvideo der Stadt Bern. Vier Comic-Müllmänner erläutern das Pilotprojekt, das in 2500 Haushalten im September anlaufen wird. Zum blauen Abfallsack kommen fünf weitere Farben hinzu: eine Papiertasche für Papier und Karton, ein grauer Sack für Alu, Büchsen und Kleinmetall. Rot für PET-Flaschen, violett für Glas in allen Farben.

Und gelb für Kunststoff. Im Vorfeld habe vor allem dieser zu reden gegeben, schreiben die Behörden auf ihrer Website Farbsack.ch. Viele wollten Kunststoff dem Recycling übergeben und damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten, heisst es.

Fürs Projekt konnten sich nicht einzelne Haushalte anmelden, sondern ganze Liegenschaften. Sie erhalten einen Container vor die Liegenschaft gestellt, wo man rund um die Uhr die Säcke entsorgen kann. Dennoch bleibe es den einzelnen Haushalten überlassen, ob sie mitmachen wollen oder nicht.

Bern ist damit schweizweit Vorreiter, kopiert wurde das ­System von Skandinavien und Frankreich. Der einjährige Pilot kostet 1,6 Millionen Franken, weitere 130'000 Franken kosten die Container. Walter Matter, Leiter Entsorgung + Recycling, hofft, dass möglichst viele Haushalte mitmachen. «Nur so können wir erfahren, ob und wie das System funktioniert.»

Die farbigen Säcke werden einmal wöchentlich abtransportiert. Die Container werden Ende Monat ausgeliefert, die erste Abfuhr findet am 3. September statt. Ist der Pilotversuch erfolgreich und stimmt das Volk dem System zu, könnte die Farbtrennung ab 2022 eingeführt werden.

Mehr Informationen auf farbsack.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch