Millionen des Parlaments retten Haus der Religionen

Der bernische Grosse Rat hat am Donnerstag einen Beitrag von 2,2 Millionen Franken an das Haus der Religionen in Bern gesprochen. Damit dürfte das Projekt nun auf die Zielgerade einbiegen.

Der Kredit war im Grossen Rat umstritten: Das Haus der Religionen (Modellbild) erhält 2,2 Millionen Franken.

Der Kredit war im Grossen Rat umstritten: Das Haus der Religionen (Modellbild) erhält 2,2 Millionen Franken.

(Bild: zvg)

Im Parlament war das Kreditgeschäft indessen bestritten. Aus den Reihen der EDU wurde die Ablehnung verlangt, die SVP forderte, den Beitrag kräftig zu kürzen. Die EDU pochte auf die Trennung von Kirche und Staat. Die SVP hielt das Projekt mit einer durchaus nicht unproblematischen Vorgeschichte für ein «kleines Pulverfass», wie Jürg Schürch sagte. Es habe in der Vergangenheit schon Konflikte gegeben.

Ob Ablehnung oder Kürzung, es komme beides aufs Gleiche heraus, warnte Markus Meyer (SP). Werde der Beitrag gekürzt, dürfte dies dem Projekt das Genick brechen. «Solange die Religionen zusammen reden, schiessen sie nicht aufeinander», fasste Hans Rudolf Feller die Meinung der FDP zusammen. Darum sei es gut, den vollen Beitrag zu sprechen.

Eine Mehrheit des Parlaments lehnte den Kürzungs-Antrag ab und stimmte dem Beitrag von 2,2 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu. Das Projekt «Haus der Religionen» soll am Berner Europaplatz entstehen. Es hat zum Ziel, den Dialog der Weltreligionen zu fördern. An der Finanzierung beteiligen sich Private, die öffentliche Hand und Kirchen.

tan/sda

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