Meridiano-Koch nahm am «Bocuse d'Or» teil

Bern

Alessandro Mordasini nahm anfangs Monat am Schweizer Final des renommierten Kochwettbewerbs «Bocuse d'Or» teil. Gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz erzählt er von seinen Erfahrungen.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Alessandro «Ale» Mordasini ist gerade mal 21 Jahre alt und kocht seit Mai 2010 im Restaurant Meridiano, das sich im Berner Kursaal befindet. Vor rund einem Jahr wurde er zum stellvertretenden Küchenchef ernannt, kam bei einem Nachwuchswettbewerb unter die besten 20 Köche und beim Swiss Culinary Cup trug er den Sieg nach Hause.

Doch es kommt noch besser: Anfangs Monat kochte Mordasini zusammen mit seinem Teamkollegen Michi Dober im Schweizer Finale des «Bocuse d'Or Europe». Der Gewinner dieses Wettbewerbs nimmt am weltweiten, renommierten Kochwettbewerb «Bocuse d'Or» teil (siehe Box). Unter den Finalisten befand sich ebenfalls ein weiterer Koch der Region: Christoph Hunziker, Küchenchef im Restaurant Schärmehof in Thun.

Für beide reichte es jedoch nicht zum Sieg, der «Bocuse d'Or Suisse» heisst Teo Chiaravalloti vom Hotel Villa Principe Leopoldo in Lugano. Er wird die Schweiz im März in Brüssel am «Bocuse d'Or Europe» vertreten und 2013 am eigentlichen «Bocuse d'Or» in Lyon antreten.

Stromausfall und Perfektion

Auch wenn es nicht für einen Sieg gereicht hat, bezeichnet Mordasini die Teilnahme als «super Erfahrung». «Es darf nicht verbissen sein, wir hatten viel Spass und auch beim Kochen Zeit, um Sprüche zu machen», sagt Mordasini. Mit drei Euro-Paletten Material und zwei Wägen Material seien sie nach Genf an den Wettbewerb gereist. Ein Kollege von ihnen chauffierte sie, damit sie ihre Kräfte für den Wettbewerb schonen konnten. «Wir nahmen die Geräte mit, die wir kennen. So verloren wir keine Zeit mit einem unbekannten Mixer», erzählt Mordasini. Die Finalisten hatten die Aufgabe, in fünf Stunden eine Fisch- und eine Fleischplatte mit je drei Garnituren fertigzustellen. Einzige vorgegebene Zutaten waren Poulet, der Fisch und Crevetten.

Um in dieser Zeit fertig zu werden, wird haben die beiden Köche viel geübt. Jeweils am Sonntag, wenn das Meridiano im Kursaal geschlossen ist, standen die beiden Jungköche in dessen Küche. «Wir waren eingespielt und wurden pünktlich fertig», schildert er. Es habe sogar noch gereicht, einige Dinge zwei Mal zuzubereiten, um es zu perfektionieren. Richtig schief ging nur, dass der Strom für 10 Minuten ausfiel. «Wahrscheinlich haben wir zu viele Geräte angeschlossen», schmunzelt der gebürtige Aargauer. Jetzt, zwei Wochen nach dem Wettbewerb, ist Mordasini froh, mehr Freizeit und Ruhe zu haben.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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