Mein Name ist... Feuersalamander

In der Rubrik «Mein Name ist...» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Besser nicht anfassen: Die Haut des Feuersalamanders ist giftig.

Besser nicht anfassen: Die Haut des Feuersalamanders ist giftig.

Sandra Rutschi

Früher glaubten die Menschen, sie könnten mit mir Feuer löschen. Deshalb warfen sie meine Artgenossen in die Flammen – was aber natürlich nichts brachte. Es stimmt auch nicht, dass wir Feuersalamander im Feuer leben. Vielmehr lieben wir es feucht, also in Wäldern und in der Nähe von stehenden Gewässern wie den Aare-Auen. Da sind wir nachts aktiv, wenn es regnet. Besonders gern fresse ich Schnecken, Tausendfüssler, Asseln, Ohrwürmer und Laufkäfer.

Speziell bin ich aber schon.

Zum einen bin ich eine eindrückliche Erscheinung. Mit meinen bis zu 20 Zentimetern Länge bin ich der grösste einheimische Schwanzlurch. Die gelben Streifen und Punkte auf meinem Körper sind unverkennbar. Sie warnen andere Lebewesen davor, dass ich giftig bin. Meine Hautsekrete können zwar für einen Menschen nicht sehr gefährlich, aber doch unangenehm sein. Deshalb berührst du mich besser nicht.

Zum anderen lege ich – anders als die anderen Amphibien – keine Eier, sondern Larven mit Kiemen. Bis zu drei Zentimeter lang sind sie. 20 bis 40 Stück setze ich meistens zwischen Februar und Mai in einem Gewässer ab. Je nachdem, wie kalt es dort ist, dauert es drei bis zwölf Monate, bis sie an Land kriechen und dort überleben können.

Wenn ich Glück habe, werde ich über 20 Jahre alt. Dennoch ist meine Art auf der roten Liste als verletzlich eingestuft. Klar – heute muss ich keine Angst mehr davor haben, dass jemand mit mir ein Feuer löschen will. Aber mein Lebensraum wird immer knapper.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt