Mehrere Publibikes in Bern geknackt

Bern

Die Schlösser der neuen Leihvelos in der Stadt Bern lassen sich mit einem Trick öffnen. «Das ist Diebstahl», warnen die Betreiber.

Wie viele Publibikes schon «abhanden» gekommen sind, klären die Betreiber derzeit ab.

Wie viele Publibikes schon «abhanden» gekommen sind, klären die Betreiber derzeit ab.

(Bild: Raphael Moser)

Publibike muss über die Bücher: Mit einem einfachen Kniff lassen sich die elektronischen Schlösser der Verleihvelos öffnen, ohne dass eine Ausleihe registriert wird. So kann man die Velos benutzen, ohne dafür zu bezahlen – was sich am Wochenende offenbar schnell her­umsprach.

Gegenüber«20 Minuten», bestätigte Publibike-Sprecher Urs Bloch am Montag den Missbrauch: «Wir verurteilen die Tat aufs Schärfste. Das ist Diebstahl.» Wie viele Fahrräder illegal «ausgeliehen» wurden, war am Montag noch unklar.

Die Betreiber seien daran, der Sache auf den Grund zu gehen und nach einer Lösung zu suchen. Es gibt aber noch ein weiteres Problem: Befindet sich ein Fahrrad bei einer Station, erkennt das System dies anhand der Angaben des registrierten Benutzers – so lässt sich via App erfahren, wie viele Velos an welcher Station zur Verfügung stehen.

Sobald ein Publi­bike aber in Gebrauch ist, lässt es sich nicht zurückverfolgen – die Velos wurden nicht mit SIM-Karten und GPS ausgerüstet. Das heisst, dass derzeit von vielen Velos der Standort unbekannt ist – der perfekte Schlamassel.

Am Wochenende zuvor waren laut «20 Minuten» in der Schosshalde bei mehreren Verleihvelos die Pneus durchgestochen worden. In einer Art Bekennerschreiben auf der linken Plattform ­Barrikade.info lässt eine «antikapitalistische» Autorenschaft durchblicken, dass sie die «fahrenden Werbeplakate» fahr­unfähig gemacht habe.

mb/hae

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