Alles neu im Altersheim

Köniz

Das heutige Altersheim am Lilienweg in Köniz soll neu gebaut werden. 40 Millionen Franken will die Logisplus AG investieren. Am Dienstag präsentierten die Verantwortlichen das Projekt.

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Lucia Probst

Ein Blick auf die sechs Modellbilder bringt es rasch zutage: Fünf setzten primär auf einen grossen, markanten Bau. Das sechste fällt durch vier kleinere, an den Ecken miteinander verbundene Gebäude auf – und hat damit überzeugt. Es ist das Projekt, das die Könizer Altersheimbetreiberin Logisplus AG am Lilienweg als Ersatz für das heutige Heim bauen will. Geplant hat die Brügger Architekten AG aus Thun, gemeinsam mit der Extra-Landschaftsarchitekten AG aus Bern. Ihre Idee schwang im Architekturwettbewerb für den Neubau obenaus. Insbesondere weil sich der Bau gut ins Buchseequartier einfügt, wie die Verantwortlichen gestern betonten, als sie vor den Medien ihre Pläne präsentierten. 40 Millionen Franken will die Logisplus AG investieren.

Fast 50 Plätze mehr

Die Heimgebäude seien sanierungsbedürftig. Zudem hätten immer noch fast die Hälfte der Zimmer zwei oder drei Betten – das seien wesentliche Gründe für die Neubaupläne, führte Logisplus-Geschäftsführer Urs Leuthold aus. So lasse sich das Heim nicht mehr zeitgemäss führen. Zudem braucht Köniz mehr Heimplätze. Heute leben in der Gemeinde 2500 über 80-Jährige, 2035 werden es laut Leuthold 4000 sein.

Das neue Heim soll, verteilt auf zehn Wohngruppen, 138 Plätze bieten, 47 mehr als bisher. Teurer wird ein Heimplatz nicht, wie Leuthold betonte. Rund 60 Prozent der Plätze stünden zudem weiterhin Bezügern von Ergänzungsleistungen offen. In Anlehnung an ein indisches Brettspiel tauften Heinz Brügger und sein Team ihr Projekt «Pachisi». Wie mit Klötzen auf einem Spielbrett hätten sie mit den Gebäuden auf dem Terrain herumgespielt, um eine Lösung zu finden, sagte Heinz Brügger. Und dabei Rücksicht auf die Umgebung mit ihren eher kleinen Bauten genommen.

Nur in der Mitte wird nun ein viergeschossiger Bau stehen, die andern drei Gebäude sind zwei- oder dreigeschossig. Ein Garten wird den Bewohnern Möglichkeiten bieten, sich im Freien zu bewegen. Für Demenzkranke ist zudem ein Dachgarten geplant. «Die Gebäude sollen wie Wohnhäuser aussehen, nicht wie ein Spital oder ein Sanatorium», betonte Brügger.

Abstimmung nötig

Gemeindepräsident Ueli Studer (SVP) fand für das Projekt nur lobende Worte. Das erstaunt wenig, denn er war auch Jurypräsident des Architekturwettbewerbs. Für den Neubau ist eine Änderung des Zonenplans nötig. Das höchste Gebäude sei rund 1,5 Meter höher, und die Gebäude seien länger als heute erlaubt, begründete Planungsdirektorin Katrin Sedlmayer (SP) dies. Die Volksabstimmung dazu ist für Sommer 2016 geplant. Die Logisplus AG möchte den Neubau etappiert umsetzen und, wenn alles rund läuft, 2019 zu bauen beginnen.

Die Wettbewerbsprojekte sind bis zum 21. August im Gemeindehaus ausgestellt. Am 18. und 20. August stehen von 18 bis 20 Uhr Fachpersonen für Auskünfte zur Verfügung. Die Modellbilder: www.lilienweg.bernzerzeitung.ch.

Berner Zeitung

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