Medium mit Ambitionen

Bern

Rubmedia und Klarkom lancieren das Quartiermail Länggasse. Die elek­tronische Plattform will sämtliche Inhalte sammeln, die für das Quartier relevant sind – und danach in anderen Stadtteilen loslegen.

Die Länggasse in Bern erhält ein neues Quartiermail.

Die Länggasse in Bern erhält ein neues Quartiermail.

(Bild: Susanne Keller)

12'000 Briefkästen im Stadtteil II werden am Freitag mit dem «Quartieranzeiger Länggasse Brückfeld Engehalbinsel» beliefert – wie jeden Monat, seit 112 Jahren. Wer öfter und umfassender über das Quartier informiert werden will, kann zudem seit letzter Woche das Quartiermail abonnieren. «Das Mail ist der kleine, freche, quirlige Bruder des Quartier­anzeigers», sagt Tobias Habegger, der für die Inhalte des Quartiermails verantwortlich ist.

Habegger arbeitete 12 Jahre lang als Journalist bei der Berner Zeitung, ehe er vor kurzem zur Berner Kommunikationsagentur Klarkom wechselte. Zusammen mit Rubmedia, dem Verlag des Quartieranzeigers, lanciert Klarkom laut Habegger mit dem Quartiermail «die erste crossmediale Infoplattform Berns».

Crossmedial heisst in diesem Fall: Mail und Papier. Der gedruckte Quartieranzeiger wird auch künftig einmal pro Monat in alle Haushalte verteilt. Neu wird er nebst den bisherigen Rubriken die wichtigsten und aktuellsten Nachrichten aus dem Quartiermail enthalten. Quartieranzeiger wie Quartiermail sind kostenlos.

Im Quartiermail wird Habegger für die einzelnen Geschichten einen Titel setzen, drei knackige Sätze texten – und einen Link anbieten. Letzterer kann zu eigenen journalistischen Beiträgen der Quartiermail-Macher führen, aber ebenso auf Artikel anderer Medien, Mitteilungen von Behörden oder sonstige Quellen, solange sie mindestens eine Bedingung erfüllen: Bezug zur Länggasse.

«Gleichzeitig steht das Quartiermail allen offen, die über etwas informieren wollen oder etwas mitzuteilen haben», so Habegger. «Wir hoffen, dass die Bevölkerung mitmacht, damit das Quartiermail eine Plattform vom Quartier für das Quartier wird.»

Finanziert werden soll das Projekt klassisch mit Werbung und als solchen gekennzeichneten Publireportagen. Wenn das Quartiermail die erhofften Abonnentenzahlen erreicht und sich zur lebendigen Quartierbühne entwickelt, wollen die Anbieter das gleiche Angebot auch in anderen Stadtteilen lancieren. «Erste Kontakte mit Quartieranzeigern sind bereits geknüpft worden», sagt Habegger.

hae

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