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Matte muss auf Hochwasserschutz warten

Weil die Stadtregierung eine neue Variante prüfen muss, wird das Mattequartier länger auf Hochwasserschutz warten müssen.

Gegen die Pläne in der Elfenau gab es grossen Widerstand, weil der Uferweg verlegt werden sollte. Kann man nun weiterhin der Aare entlangspazieren? Regula Rytz: Ja. Wir werden die von der Bevölkerung gewünschte Variante umsetzen.

Lange hiess es, das sei nicht möglich. Wir können den Uferweg erhalten, aber es bedingt grosse bauliche Massnahmen. Die Kanalisationsleitung muss in den Hang verlegt werden.

Für Spaziergänger gibt es also keine Verschlechterung? Nein, im Gegenteil. Man wird ein zusätzliches Erlebnis haben, weil man über die Stege durch neues Auengebiet streifen kann.

Wie hoch werden die Kosten für die Stadt Bern ausfallen? Die Verteilung der Kosten wird im Moment ausgehandelt. Der Hochwasserschutz zwischen Thun und Bern wird nicht in Einzelprojekte aufgeteilt. Die 18 betroffenen Gemeinden tragen das Gesamtprojekt solidarisch mit.

Dieses Projekt hört in der Elfenau auf. Aus Sicht der Stadt muss man aber weiter flussabwärts blicken. Wann wird ein Schutzprojekt in der Matte realisiert? Der Gemeinderat wollte die Matte mit Uferverbauungen vor Hochwasser schützen. Nun haben wir aber vom Parlament den Auftrag erhalten, eine neue Variante zu prüfen, den «Objektschutz light». Dieser sieht vor, nur einzelne Gebäude zu schützen. Der Gemeinderat wird im November den Kredit für eine Projektstudie behandeln und an den Stadtrat weiterleiten.

Wird auch ein Schutzstollen wieder erwogen? Wir müssen erst das Projekt «Objektschutz light» auf den gleichen Stand bringen wie die anderen Varianten, damit wir definitiv entscheiden können.

Die Mattebewohner werden aber ihren Schutz erst mit Verzögerung erhalten. Das ist klar. Wir werden ein bis zwei Jahre Verspätung erhalten, weil wir die dritte Variante auf den gleichen Stand bringen müssen. Unser Ziel, das Projekt 2014/2015 umgesetzt zu haben, werden wir nicht erreichen.

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