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Massenexodus am Zieglerspital

Das Ausmass der Kündigungswelle beim Stadtspital Ziegler ist viel grösser als geahnt: Von 464 Mitarbeitenden haben 150 gekündigt. Zwei Drittel davon gehen vom öffentlichen Spital zur Privatklinik Siloah.

Pflegende und Ärzte wollen nicht mehr im Zieglerspital arbeiten: Rund ein Drittel des Personals hat gekündigt.
Pflegende und Ärzte wollen nicht mehr im Zieglerspital arbeiten: Rund ein Drittel des Personals hat gekündigt.
Susanne Keller
Die Privatklinik Siloah in Gümligen baut derzeit stark aus und profitiert von der Abwanderung des Personals aus dem Stadtspital Ziegler.
Die Privatklinik Siloah in Gümligen baut derzeit stark aus und profitiert von der Abwanderung des Personals aus dem Stadtspital Ziegler.
Andreas Von Gunten/zvg
«Das Zieglerspital hat 270 Betten und 4000 Patienten. Dieses Missverhältnis können wir nicht länger aufrechterhalten»:Andreas Tobler, ärztlicher Direktor.
«Das Zieglerspital hat 270 Betten und 4000 Patienten. Dieses Missverhältnis können wir nicht länger aufrechterhalten»:Andreas Tobler, ärztlicher Direktor.
Susanne Keller
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Die Spital Netz Bern AG (SNB), Betreiberin des Zieglerspitals, wollte Ärzte, Pflegerinnen und Therapeuten behalten. Die Mitarbeitenden hätten nach der Schliessung des Spitals in das Tiefenauspital umziehen sollen. Dort werden neue Kapazitäten geschaffen. Einige wären in anderen Spitälern der SNB angestellt worden. Die Schliessung des Zieglerspitals erfolgt etappenweise bis September. Im März hatte Holger Baumann, CEO der fusionierten Berner Spitäler, betont, es sei wichtig, solche Entscheide rasch umzusetzen, «weil sonst qualifizierte Mitarbeitende das Unternehmen verlassen».

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