Massanzüge, Café-Bar und Fashion

Bern

Mitte August zügelt die Firma «eniline», die unter anderem Lo&Leduc einkleidet, in die Junkerngasse - mit integrierter Café-Bar.

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Am diesjährigen Gurtenfestival fielen Lo & Leduc wegen ihrer Hemden mit den schräg auf­genähten Stoffteilen auf. Auch Müslüm sowie Sänger und Produzent Dodo zeigen sich immer wieder in gewagten Outfits. Eingekleidet werden die Künstler allesamt von der Firma Eniline. Geleitet wird das Berner Familienunternehmen von den drei Brüdern Jeremias, Benjamin und Jonathan Schlapbach.

Die oben genannten Berner Musiker zählen ebenso zu ihren Kunden wie namhafte Nationalräte. Zu kaufen gibt es bei Eniline auch jene Marke, die von James Bond oder Barack Obama getragen wird.

Umzug mitten in die Stadt

Zwei der drei Brüder betreiben einen kleinen Laden in Wabern, der dritte führt die Geschäfte in Thailand und sorgt für die Lieferung der Ware. Nun soll ein neuer Standort für das Lokal her – mitten in der Stadt und mit einer ­speziellen Neuerung.

Nahe dem Münster, an der Kreuzung Junkerngasse/Kreuzgasse, eröffnen die Brüder das neue Geschäft – inklusive einer Café-Bar. So sollen Kunden beim Betreten des Ladens erst mal in einer Lounge oder an der Theke einer Bar Platz nehmen und einen Kaffee, ein Bier oder einen Whisky bestellen können. «Bisher hatten wir überhaupt keine Laufkundschaft», erzählt Jeremias Schlapbach. So hätten sie sich ein spezielles Konzept überlegt, etwas, das die Leute im wortwörtlichen Sinne anzieht. Nicht nur die geplante Café-Bar ist ein Novum im neuen Laden. Nebst der Lounge und einem Raum für Massanzüge wird fortan auch Stangenware verkauft. Von dieser wird nun ebenfalls die weib­liche Kundschaft profitieren ­können.

Im Unternehmen arbeiten sechs Festangestellte. Nebst den drei Brüdern arbeiten eine Office-Arbeiterin und zwei Schneiderinnen für Eniline in Bern. Jeremias Schlapbach erklärt, wie der Laden auch ohne Laufkundschaft überlebt hat: «Wir machen das Gegenteil aller anderen. Uns geht es darum, uns Zeit zu nehmen, tatsächlich für die Kunden da zu sein. Jedes Outfit soll ein Unikat sein.» So setzen die Brüder Schlapbach auch in ihrem neuen Laden nebst ausgewählten Marken konsequent auf Kundenbeziehungen. Bei einem Bier oder einem Kaffee könne man besser und tiefer auf die Kundschaft eingehen.

Langer Bewilligungsprozess

Für die Umbauarbeiten im neuen Laden war ein Baugesuch nötig. «Da sind wir auf die Welt gekommen», meint Jeremias Schlapbach und erzählt vom langwierigen Prozess bis zur Bewilligung des Cafés. Er habe aber viel ­gelernt, fügt Schlapbach an. Geöffnet habe die Café-Bar nur ­während der normalen Öffnungszeiten. Eine Einsprache liegt dennoch vor. Die beteiligten Parteien haben bis zum 15. August Zeit, Stellung dazu zu nehmen. Bis dahin ist die Bewilligung für die integrierte Café-Bar noch nicht definitiv gesichert.

Am 19. August wird der Laden so oder so eröffnet – und mit einem Dodo-Auftritt ist auch für musikalische Unterhaltung gesorgt.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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