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Marktgass-Sanierung: Gewerbe beklagt Umsatzeinbruch

Die Halbzeit der Martkgass-Sanierung in Bern ist erreicht. Ein Augenschein vor Ort zeigt: Die Bauarbeiten kommen planmässig voran. Das Gewerbe hingegen hat mit Umsatzeinbussen zu kämpfen.

Präzisionsarbeit: Bei solchen Deckeln müssen die Steine speziell zugehauen werden.
Präzisionsarbeit: Bei solchen Deckeln müssen die Steine speziell zugehauen werden.
Andreas Blatter
Pflästerer Manuel Silva an der Arbeit:  Weil es viele Details und Finessen zu beachten gelte, empfindet er seine Arbeit überhaupt nicht als eintönig.
Pflästerer Manuel Silva an der Arbeit: Weil es viele Details und Finessen zu beachten gelte, empfindet er seine Arbeit überhaupt nicht als eintönig.
Andreas Blatter
Und so am Mittwochabend gegen 20 Uhr.
Und so am Mittwochabend gegen 20 Uhr.
Claudia Salzmann
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«Wir haben den Zeitplan bis jetzt zu 95 Prozent eingehalten», freut sich der Stadtingenieur und Projektleiter Hans-Peter Wyss am Montagmorgen anlässlich einer Pressekonferenz auf der Passerelle. Die Untergrund-Arbeiten seien mittlerweile abgeschlossen. Er spricht sogar von einer Optimierung des Plans, die nun parallel die Sanierung des Käfiggässchen ermöglicht. Nun wird ebenfalls der Einbau der neuen Tramgeleise vorangetrieben.

Auch die Passanten können ab nächster Woche etwas aufatmen. Die Baufläche wird bei der Haltestelle Bärenplatz verkleinert. Zudem entsteht ab dem 8. Juli auf der Höhe der Karl-Schenk-Passage ein ebenerdiger Durchgang als Alternative zur Fussgänger-Passerelle.

Geschäfte vermissen Laufkundschaft

Andere Töne hört man von Sven Gubler, Direktor der Innenstadt-Organisation Bern City. Er lobt zwar die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Sanierung, aber aus Gewerbesicht sei es erst und nicht schon Halbzeit. Den Passanten stehen während der Intensivbauphase bekanntlich nur die Lauben zur Verfügung. Das habe zu teils massiven Umsatzeinbussen bei den Läden geführt, führt Gubler weiter aus. «Die Laufkundschaft fehlt.»

Allerdings habe in den letzten Monaten auch das schlechte Wetter übel mitgespielt, räumte er ein. Das kriege besonders der «Märit» auf dem Waisenhausplatz zu spüren. Dieser habe einen Umsatzrückgang von bis zu 60 Prozent zu beklagen. Entschädigungen für das Gewerbe gibt es nicht. «Aber durch die gute Zusammenarbeit ist die Lage bei den Geschäften einigermassen ruhig. Am härtesten trifft es die Kellergeschäfte und das lassen diese auch ab und zu verlauten,» so Gubler.

Linie 10 immer voll

Die Sanierung ist auch für die städtischen Verkehrsbetriebe Bernmobil eine Herausforderung. Nach den Worten ihres Direktors René Schmied wurde die Aufgabe bislang gut bewältigt. Der 15er - ein Rundkurs zwischen Bahnhof und Zytglogge - habe sich bewährt. Die 10er-Linie werde noch stärker genutzt als sonst, die Busse seien nun oft auch ausserhalb der Stosszeiten randvoll.

SDA/sih

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