Das ist der neue US-Botschafter in Bern

Edward McMullen traf am Dienstagnachmittag in Bern zuerst Bundespräsidentin Doris Leuthard. Anschliessend stellte sich der Gesandte von US-Präsident Donald Trump dem Personal der US-Botschaft vor.

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Jon Mettler@jonmettler

So sieht er also aus, der Gesandte in Bern des US-Präsidenten: rundliches Gesicht, Brille, Glatze mit Haarkranz, imposante Körperfülle, dunkelblauer Anzug. Am Dienstag um punkt 15.48 Uhr fuhr Edward «Ed» McMullen in einer schwarzen Limousine bei der ­Residenz der US-Botschaft vor, um sich dem Personal offiziell vorzustellen.

Donald Trump hat den treuen Weggefährten zum Botschafter für die Schweiz und Liechtenstein ernannt. Der ­Senat hat diese Wahl bestätigt. Bereits am frühen Nachmittag hat McMullen Bundespräsidentin Doris Leuthard sein Beglaubigungsschreiben übergeben.

Eine Formation der US Marines begrüsste den neuen Botschafter am Eingang der Residenz offiziell. Die Marineinfanteristen sind für den Schutz und die Bewachung der US-Botschaft in Bern verantwortlich. Zackig erwiderte McMullen die militärischen Grüsse und wandte sich anschliessend an die geladenen Medienleute.

Dabei unterstrich er seine Beziehung zum Gastland. «Präsident Trump hat mir die Möglichkeit gegeben, 20 Jahren nach meinem ersten Besuch in der Schweiz hierhin für einen längeren Aufenthalt zurückzukehren.» Er habe seither das Land mehrere Male besucht und freue sich auf seine Arbeit in den kommenden drei Jahren.

Der neue US-Botschafter Edward McCullen wird von Marines begrüsst. Video: Jon Mettler

McMullen verwies auf das «starke Fundament der amerikanisch-schweizerischen Beziehungen» und ergänzte in Trump-Manier: «Wir haben so viele Möglichkeiten, gemeinsam grosse Dinge zu erreichen.» Dann entschwand er in der Residenz, ohne Fragen zu beantworten.

Dabei hätte es durchaus heikle Themen zu besprechen gegeben: US-Strafzölle gegenüber Schweizer Exportfirmen und die Schwächung des Frankens durch die Schweizerische Nationalbank sind neue Streitpunkte in den Beziehungen der Eidgenossenschaft zu den USA, die unter Trump aufgetaucht sind.

McMullen tritt seinen Posten in der Bundesstadt erst Mitte Dezember an. Nach dem Antrittsbesuch am Dienstag flog er zurück in die USA, um mit seiner Familie am Donnerstag den staatlichen Feiertag Thanksgiving zu feiern und um die Organisation seines Umzugs in die Schweiz abzuschliessen. Der ursprünglich aus New York stammende McMullen führte von South Carolina aus eine Firma für Politkommunikation mit Ablegern in mehreren US-Bundesstaaten.

McMullen ist der Nachfolger von Suzan LeVine, die Anfang Jahr in die USA zurückgekehrt ist. Seit Januar 2017 war die Stelle des US-Botschafters deshalb unbesetzt. In der Zwischenzeit leitete Tara Feret Erath als Chargée d’Affaires das Tagesgeschäft.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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