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Marc F. Suter ist tot

Der ehemalige FDP Nationalrat Marc F. Suter ist tot. Er verstarb letzte ­Woche 64-jährig daheim am Bielersee im Beisein der Familie.

egs/BT
Marc F. Suter ist gestorben.
Marc F. Suter ist gestorben.
Keystone

Marc F. Suters Weg war der eines Wegbereiters und Kämpfers, manchmal auch in eigener Sache. Als erster Nationalrat im Rollstuhl engagierte er sich stark für die Gleichstellung von Menschen mit einer Beeinträchtigung.

Suter war aber auch ein überzeugter Europäer – als Gründungs- und späterer Ehrenpräsident der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz und als Mitglied der aussenpolitischen Kommission des Nationalrates.

Dritter Pfeiler seines politischen Engagements war die Energiepolitik, wie es in einem Nachruf heisst, den ein ehemaliger Mitarbeiter Suters zur Verfügung stellte. Suter habe schon früh auf die Solarenergie gesetzt.

Teil des «linken» Parteiflügels

Marc F. Suter war ab 1981 als selbständiger Rechtsanwalt und Notar tätig. In mehreren KMUs war er Mitglied des Verwaltungsrats. 1986 wurde er für die FDP in den bernischen Grossen Rat gewählt, den er 1991/92 präsidierte.

Innerhalb der FDP wurde Suter dem «linken», reformfreudigen Flügel zugeordnet. Nach zwölf Jahren im Nationalrat verpasste er 2003 die Wiederwahl. In die Schlagzeilen geraten war er zuvor wegen eines erbitterten Rechtsstreits mit dem Paraplegiker-Arzt Guido A. Zäch

Im Frühling 2007 kehrte Suter in den Nationalrat zurück, als Nachfolger des verstorbenen Kurt Wasserfallen. Doch neun Monate später wurde er wieder abgewählt. 2010 bot sich die Chance für ein weiteres Comeback, als Johann Schneider-Ammann in den Bundesrat gewählt wurde. Doch Suter verzichtete auf den Sitz.

Sein Engagement baute Suter kontinuierlich ab. Ende Februar 2017 kündigte er an, auch beruflich ins zweite Glied zurückzutreten. Er wolle sich seinen Hobbys widmen, das Leben geniessen. Es war ihm nur kurze Zeit vergönnt.

(SDA)

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