Leseratten erobern altes Feuerwehrdepot

Bolligen

Drei leidenschaft­liche Leserinnen beleben das Spritzenhaus: Morgen eröffnet das Buchcafé Déjà-lu. Ein Ort zum Lesen, Kaffeetrinken und Verweilen.

Im Buchcafé: Tina Herren, Barbara Ihly und Barbara Blättler (v.l.).

Im Buchcafé: Tina Herren, Barbara Ihly und Barbara Blättler (v.l.).

(Bild: Urs Baumann)

Stephanie Jungo@bernerzeitung

Wo einst das Material der Feuerwehr lagerte, werden schon bald Bücher verkauft. Eine Biografie von Che Guevara, ein spannender Krimi von John Grisham oder doch ein Roman aus der «Harry Potter»-Reihe: Das neue Buch­café Déjà-lu von Tina Herren, Barbara Blättler und Barbara Ihly ist ein Fundus an Büchern aus allen Sparten. Morgen ist die Eröffnung im Spritzenhaus gleich gegenüber dem Reberhaus.

Bücherluft schnuppern

«Die Idee für ein Buchcafé ist während eines Fests im vergangenen Sommer entstanden», erzählt Barbara Ihly. Dort sei sie zum ersten Mal mit Barbara Blättler ins Gespräch gekommen. Schnell seien die beiden Frauen auf das Thema Bücher gekommen: «Ich wusste zudem, dass Tina den offenen Bücherschrank in Bolligen initiiert hat», sagt Ihly. Und sie selbst habe als ehemalige Buchhändlerin schon länger wieder Bücherluft schnuppern wollen.

So fanden die drei Frauen zusammen. «Uns schwebte ein Ort vor, wo man in Büchern schmökern, Kaffee trinken oder einfach nur verweilen kann», erzählt Barbara Blättler. Ein Treffpunkt, wo auch nichts konsumiert werden müsse. «Geplant sind ausserdem Veranstaltungen», ergänzt Tina Herren. Beispielsweise eine Krimilesung, verbunden mit einer Weindegustation.

800 Bücher

Wie der Name bereits verrät, sind die Bücher im Déjà-lu aus zweiter Hand. «Viele davon sind aus unseren privaten Sammlungen», erzählt Tina Herren. Bei Bücherflohmärkten seien weitere dazugekommen. «Und nachdem sich das Vorhaben rumgesprochen hatte, haben viele Bolliger Bücher vorbeigebracht.» Für die Eröffnung seien rund 800 Bücher zusammengekommen, rechnen die Frauen aus.

Auch sonst sei das Echo im Dorf positiv, berichten die Frauen. Unterstützung hätten sie vor allem vom Frauenverein und vom Reberhaus erhalten. «Schnell haben sich Freiwillige gemeldet, die uns unter die Arme greifen», erzählt Barbara Blättler. Lohn erhält im Buchcafé übrigens niemand. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Bücher und Getränke gehen an den Frauenverein.

Eröffnung: morgen Samstag von 9 bis 16 Uhr. Altes Spritzenhaus, Kirchstrasse 9, Bolligen.

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