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Land unter

Wir sind umgezogen. Von einem Stadtquartier zum andern, direkt an die Aare. Seitdem befinde ich mich in einem Zustand ständiger Rechtfertigung...

...Warum zieht ihr so nah ans Wasser, habt ihr keine Angst vor Überschwemmungen? Dann folgt jeweils das Totschlägerargument: Was, wenn das Kind reinfällt? Oder die hämische Variante: Na, schon Gummistiefel gekauft?

Neunundneunzigmal habe ich mich erklärt. Geduldig Auskunft gegeben. Beim hundertsten Mal, als mich eine Bekannte erneut grossmütig auf das familiäre Idyll ihres Reihenhausquartiers auf dem Land aufmerksam machte, ist mir der Kragen geplatzt: «Wir! sind! nicht! in! den! Gazastreifen! gezogen!», sagte ich. Und: «Auf dem Land haben es Kinder nicht automatisch besser. Und überhaupt. Das ist unsere Sache!»

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