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Asylbewerber statt Studenten

Nach neun Monaten in einer Kollektivunterkunft haben zwei Drittel der Asylbewerber Anspruch auf eine eigene Unterkunft. Diese sind aber Mangelware. Die Stadt stellt nun das Studentenwohnheim am Kanonenweg zur Verfügung.

Vom Studentenwohnheim zur oberirdischen Asylunterkunft: Die Liegenschaft am Kanonenweg in der Länggasse.
Vom Studentenwohnheim zur oberirdischen Asylunterkunft: Die Liegenschaft am Kanonenweg in der Länggasse.
Beat Mathys

Bis August wohnen in der alten Stadtvilla am Kanonenweg 12 und 14 noch Studenten, ab September ziehen Asylbewerber ein. Wie die Stadt Bern am Donnerstag mitteilte, will sie das Studentenwohnheim in der Länggasse für vorerst fünf Jahre mieten um darin Asylsuchende unterzubringen.

Die Liegenschaft hat 61 Zimmer, die bis anhin zu günstigen Konditionen an Studenten vermietet wurden. Der Verein Berner Studentenlogierhaus (VBSL) hat das Haus verkauft, weil er sich dessen Sanierung nicht hätte leisten können, wie er in den Medien verlauten liess. Auch sei das Haus zu klein gewesen für das Konzept des Vereins. Der VBSL zieht nach Bolligen, wo er derzeit ein Wohnheim mit 160 Plätzen baut.

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