Kurt Rüegsegger, der Brückenbauer

Bern

Er wurde an Erich Hess' Stelle ins zweite Vizepräsidium des Berner Stadtrates gewählt. Doch wer ist der 65-Jährige?

Blumen für den Wahlsieger: Vizestadtratspräsident Kurt Rüegsegger (SVP).

Blumen für den Wahlsieger: Vizestadtratspräsident Kurt Rüegsegger (SVP).

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Benjamin Bitoun

Ruhig. Sachlich. Nie beleidigend. Ein «moderater SVPler der alten Schule». So wird der neue Vizepräsident Kurt Rüegsegger von Stadtratskollegen beschrieben – ein Sprengkandidat ohne politischen Sprengstoff. «Um in der Politik etwas zu erreichen, ist das auch nicht nötig», ist Kurt Rüegsegger überzeugt.

Im Stadtrat sei es wie auf dem Bau, so der 65-jährige Malermeister. «Will man etwas erreichen, muss man einander in die Augen sehen können, trotz anderer Meinungen fair bleiben und gemeinsam Lösungen finden.» Diesen Standpunkt habe er stets vertreten – sei es als Politiker, als Inhaber seines Malergeschäfts oder als Gewerbeschullehrer.

Beginn bei der Autopartei

In die Politik eingestiegen ist er ausgerechnet in der weit rechts stehenden Autopartei. Für sie sass er bereits von 1992 bis 2000 im Stadtrat. Werner Pauli, Berner Stadtrat und später schweizweit letzter Mandatsträger der Autopartei, habe sein Interesse für die Politik geweckt, so Rüegsegger.

Nach einer langen Pause, in der er sein eigenes Unternehmen aufbaute, zog er 2011 erneut in den Stadtrat ein – dieses Mal für die SVP. Politische Akzente setzte er nach wie vor bei Verkehrs- und Bauthemen. Als langjähriges Mitglied der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) sei er besonders stolz auf die Sanierungen der Kirchenfeldbrücke und der Untertorbrücke.

«Auch im Stadtrat habe ich versucht, zwischen den Parteien Brücken zu bauen», sagt Kurt Rüegsegger. Dass er als Ratsvizepräsident die Chance erhalte, in zwei Jahren höchster Berner zu werden, sei für ihn der Lohn dafür. Freude und Stolz schwingen in seiner Stimme mit.

Berner Zeitung

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