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Krieger für den Kühlschrank, den Kaiser für den Garten

Im Fanshop der Qin-Ausstellung im Historischen Museum gibt es vom Memorystick über Güetzi bis zum übergrossen Terrakottaoffizier fast alles zu kaufen.

Der Souvenirshop der Qin-Ausstellung.
Der Souvenirshop der Qin-Ausstellung.
Urs Baumann
In die Vitrine, auf den Tisch?  Qin-Figuren gibts in jeder Grösse.
In die Vitrine, auf den Tisch? Qin-Figuren gibts in jeder Grösse.
Urs Baumann
Ergänzung zum Lego- oder Playmobil-Sortiment?: Im Shop der Qin-Ausstellung gibt es diverse Terrakottafigürchen.
Ergänzung zum Lego- oder Playmobil-Sortiment?: Im Shop der Qin-Ausstellung gibt es diverse Terrakottafigürchen.
Urs Baumann
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Noch bevor die Besucher durch das Drehkreuz in die Welt des unsterblichen Kaisers Qin und seinen Terrakottakriegern abtauchen, biegen viele rechts in den Souvenirshop ab. Der Laden ist zurzeit ganz auf Qin getrimmt. Nur noch wenige Objekte, insbesondere Bücher, betreffen das restliche Historische Museum, etwa den Einstein-Bereich.

Im Souvenirshop ist fast alles erhältlich, was das Qin-Fanherz begehrt. «Besonders beliebt sind unsere Postkarten, der Ausstellungskatalog sowie Terrakottafiguren in allen Variationen», sagt Shopleiterin Susanne Bühler. Vor allem der 319 Seiten starke Katalog, der eigentlich mehr ein Buch ist, hat seinen Preis. Er kostet 58 Franken. Für den stolzen Betrag bietet er aber einen hervorragenden Überblick über die in Bern ausgestellten Objekte.

40 verschiedene Motive gibt es bei den Postkarten. «Die Karten mit Kriegern, gepanzerten Wagenlenkern, knienden Bogenschützen und Tiermotiven verkaufen sich sehr gut», sagt Bühler. Gleiches gilt für die Figuren in verschiedensten Grössen. Die Soldaten, Generäle, Bogenschützen, Offiziere und der Kaiser sind zwischen 7 und 120 Zentimeter gross. Je nach Ausführung und Bemalung kosten sie zwischen 5.90 und 280 Franken. Der Kaiser persönlich ist sogar wetterfest und eignet sich somit auch für den Garten. Prunkstück der Souvenirabteilung: ein 230 Kilogramm schwerer, 195 Zentimeter grosser Terrakottaoffizier für 750 Franken. «Das ist der Abholpreis. Wegen des Gewichts müssen mehrere Personen die Figur tragen», sagt Bühler.

Kritik von älteren Besuchern

Auch wenn sich der Besucherandrang in der Qin-Ausstellung bisher noch in Grenzen hielt, schwärmt Susanne Bühler: «Wir haben bis jetzt nur positive Rückmeldungen erhalten. Es fägt.»

Kritik gibt es hingegen von einem älteren Ehepaar. «Ich bin gehbehindert und vermisse in der Ausstellung Sitzmöglichkeiten», sagt Annemarie Horisberger aus Bern. «Ansonsten ist die Ausstellung sehr weitläufig, gut aufgebaut und hervorragend beschriftet.» Im Shop hat sie sich zwei Malblöcke und ein Nashorn aus Bronze gekauft, das gediegen in einer mit Stoff eingekleideten Schachtel verpackt ist. Ihr Mann Bruno ergänzt zu den fehlenden Sitzmöglichkeiten: «Es wäre wohl kein grosser Aufwand, einige Bänke oder Stühle zum Ausruhen aufzustellen.» Was Horisbergers nicht wussten: Die Besucher können in der Eingangshalle Klappstühle beziehen. Diese müssten sie aber die ganze Zeit auf der Tour mittragen.

Absurde Souvenirs

Im Qin-Shop gibt es nichts, was es nicht gibt. Dabei fallen auch eher absurde Souvenirs auf. Etwa ein Terrakottkrieger als Magnet oder in Form eines Memorysticks. Weitere Dinge, die man wohl eher nicht braucht: Qin-Kambly-Guetzli, verpackt in einer violetten Blechbüchse (19.90 Franken), Laternen in verschiedenen Grössen zwischen 29.90 und 90 Franken, Essstäbchen mit Gabelaufsatz (9.90 Franken), iPhone-Hüllen (19.90 Franken) oder einen Fengshui-Glücksbringer für 17.90 Franken.

Der Shop wirbt auf der Qin-Website mit dem vielseitigen Sortiment und den hochwertigen Produkten aus China. Sowohl die Ausstellung als auch der Shop seien gerade bei China-Kennern sehr beliebt, sagt Susanne Bühler. «Das Verkaufspersonal baut sein Wissen über China und die Produkte im Shop laufend aus. So sind etwa auch viele Kundengespräche mit China-Kennern sehr bereichernd», sagt sie. «So lernen wir selber auch tagtäglich mehr über China.»

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