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Kreissaal: Nach 18 Jahren ist Schluss mit draussen trinken

Nach 18 Jahren hat die Gewerbepolizei Bern durch Zufall herausgefunden, dass Gäste der Bar Kreissaal ihre Getränke auch draussen konsumieren. Dies hat nun ein Ende.

Die Bar Kreissaal in der Brunngasshalde in Bern darf ihre Gäste nicht mit den Getränken nach draussen lassen.
Die Bar Kreissaal in der Brunngasshalde in Bern darf ihre Gäste nicht mit den Getränken nach draussen lassen.
Annic Berset
Auch die Treppe gehört zum Aussenbereich, folglich darf dort auch nichts konsumiert werden.
Auch die Treppe gehört zum Aussenbereich, folglich darf dort auch nichts konsumiert werden.
Annic Berset
Betreiber Jakob Hostettler sagt gegenüber dem «Bund», dass er durch die relativ kurzen Öffnungszeiten finanzielle Einbussen befürchtet.
Betreiber Jakob Hostettler sagt gegenüber dem «Bund», dass er durch die relativ kurzen Öffnungszeiten finanzielle Einbussen befürchtet.
Annic Berset
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Die Gäste der Bar Kreissaal in der Brunngasshalde in Bern dürfen ihre Getränke künftig nicht mehr draussen konsumieren. Die Gewerbepolizei Bern hat bei einer nächtlichen Kontrolle Leute mit Getränken auf der Sandsteintreppe vor der Bar erwischt, wie «Der Bund» berichtet. Eigentlich wäre das Konsumieren von Getränken im Aussenbereich eines Gastbetriebes bis 0.30 Uhr kein Problem, wenn man über eine bewilligte Aussenbewirtungsfläche verfügt. Über diese Bewilligung verfügt der Kreissaal aber nicht.

Die Bar ist Jahren bei Nachtschwärmern auch wegen ihren Öffnungszeiten beliebt, von 21 bis 2.30 können alle Gäste dort ihren Drink geniessen. Regelmässig stehen Trauben von Menschen noch spät nachts draussen. Da die Bar nicht von vielen Wohnungen umgeben ist und man ein eher ruhiges Publikum beim Kreissaal antrifft, hat Betreiber Jakob Hostettler in 18 Jahren nie Probleme mit Klagen wegen Lärm gehabt. Aus diesem Grund hat er das Trinken draussen auch toleriert, sagt er gegenüber dem «Bund».

18 Jahre lang nichts passiert

Dass die Bar seit ihrer Eröffnung im Jahr 1997 über keine Bewilligung für eine Aussenbewirtungsfläche verfügt und dies erst jetzt bekannt wurde, ist laut dem Leiter Orts- und Gewerbepolizei der Stadt Bern, Norbert Esseiva, reiner Zufall. Sie hätten die Bar nicht etwa wegen Klagen von Nachbarn kontrolliert, sondern nur eine Routinekontrolle durchgeführt.

Die Betriebsbewilligung des Kreissaals lasse zu keiner Tageszeit eine Konsumation von Getränken ausserhalb der Bar zu, so Esseiva weiter. Jakob Hostettler befürchtet finanzielle Einbussen für sein Lokal, da er seinen Umsatz nur am Abend und in der Nacht macht. Für den Kreissaal besteht nur noch die Möglichkeit, eine bewilligte Aussenbewirtungsfläche zu beantragen, damit die Gäste wenigstens bis um 0.30 draussen an ihrem Drink nippen können. Die Betreiber des Kreissaals wollen dies abklären. Ob es damit noch in diesem Jahr klappt, sei fraglich, da ein Gesuch mit langen Fristen verbunden ist.

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