Kramer beerbt das Karl & Co.

Bern

Seit Ende Jahr ist das Karl & Co. in der Berner Kramgasse geschlossen. Nun steht der Nachfolger fest.

Das ist die neue Kramer-Crew: (v.l.) Paul Jurt, Martin Hebeisen und Noemi Bärtschi.

(Bild: Raphael Moser)

Claudia Salzmann@C_L_A

«Never change a winning team» – nach diesem Motto übernimmt die Aarestadt Gastro das ehema­lige Lokal des Karl & Co. an der Kramgasse 12. «Wie unser Vorgänger setzen wir auf das Mittags- und Feierabendgeschäft», sagt Martin Hebeisen, der das Unternehmen gemeinsam mit dem Koch Paul Jurt führt. Sie übernahmen im März das Restaurant des Golfparks Blumisberg und kennen sich vom The Flow in der Welle 7.

Unter dem Namen Kramer ­machen sie per Anfang Juni auf, geführt wird der Betrieb von der 28-jährigen Noemi Bärtschi. Das Lokal verfügt über 60 Innenplätze und ist von der Kramgasse und von der Rathausgasse betretbar.

Auf beiden Seiten plant Hebeisen Sitzplätze, in der Kramgasse gar einen 40-plätzigen Biergarten. Auf diesen freut er sich besonders, da ab dem 14. Juni auch die Fussball-WM stattfindet. «Der Biergarten wird aber nicht nur für diese Zeit bleiben, wir wollen eine schöne Terrasse bieten», sagt der 40-Jährige.

Ein Renner

Die Küche sei nicht für einen normalen Restaurantbetrieb geeignet, aber dennoch würden sie Mittagsmenüs, Salate, Pasta, Risottos und Plättchen anbieten. «Dabei profitieren wir von un­serer Küche im Golfpark, wo wir vorproduzieren werden», sagt Hebeisen.

Einen frechen Anstrich will er dem Kramer-Menü dennoch verleihen: mit Poké-Bowls in verschiedenen Varianten. «Im Golfpark sind sie der absolute Renner.» Poké-Bowls haben ihren Ursprung in Hawaii. Sie haben einen japanischen Einfluss.

«Poké» heisst klein geschnitten, meist ist es Sashimi – roher Fisch – auf Reis und an einer passenden Sauce. Dieses Trendessen gibt es in Bern lediglich in der Welle 7 und in der Lobby-Lounge-Bar des Hotels Schweizerhof Bern.

Ein Heimkommen

Beim Vorgänger an der Kramgasse gab es auch einen kleinen Laden, diesen wird Hebeisen nicht mehr weiterführen. Dafür setzt das neue Team auf Kunst und wird die Wände lokalen Künstlern zur Verfügung stellen, den Anfang macht Büne Huber. Die Bar bleibt, wo sie vorher war. Neues Mobiliar wird noch gekauft, und dann kann man hier wieder einkehren.

Martin Hebeisen blickt auf eine lange Gastrokarriere zurück, nach der Hotelfachschule in Thun leitete er acht Jahre die Postfinance-Arena für die SCB Sportgastro. «Nun war die letzte Gelegenheit, doch noch selbstständig zu werden», sagt er.

Für ihn ist die Kramgasse zudem ein Heimkommen, denn er wuchs zwei Häuser vom Kramer entfernt auf. «Meine Eltern wohnen noch immer dort und möchten wohl am liebsten gleich selber mitarbeiten», sagt Hebeisen und lacht.

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