Krähenplage im Nordquartier

Bern

Die Bewohner des Berner Nordquartiers ärgern sich über laute Krähen und deren Kot. Weil diese Saatkrähen geschützt sind, kann die Stadtgärtnerei nichts gegen die Störenfriede unternehmen.

Der Lärm und der Kot der vielen Krähen stören die Anwohner im Nordquartier.

Der Lärm und der Kot der vielen Krähen stören die Anwohner im Nordquartier.

(Bild: zvg)

Wer bei der Shell-Tankstelle an der Winkelriedstrasse vor der Lichtampel wartet, wird von den Krähen nicht verschont: Die Vögel lassen ihren Kot auf die Passanten fallen. Das Trottoir ist voll von weissem Kot. Auch in den Bäumen an der Tellstrasse nisten Hunderte dieser Saatkrähen, welche bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang mit lautem «krääääh» die Anwohner wecken.

Brief an den Stadtgärtner

«Wir Bewohner leiden enorm unter den lauten Krähen und deren Kot», sagt Rolf Siegfried. Der Präsident des Leists Bern-Nord hat sich deshalb am 17.April in einem Brief an die Stadtgärtnerei gewendet und eine Stellungnahme verlangt. Er wollte von Stadtgärtner Christoph Schärer bis Ende April wissen, wie die Krähen geschützt sind und was die Stadt Bern zur Kontrolle der Krähenpopulationen unternimmt. Eine Kopie des Briefes ging auch an den Gemeinderat der Stadt Bern.

«Durch das Jagdgesetz geschützt»

Jetzt endlich bekam der Leistpräsident von Stadtgärtner Christoph Schärer die Antwort: «Wir können nichts gegen diese Saatkrähen unternehmen, weil sie nach dem eidgenössischen Jagdgesetz geschützt sind.» Für Rolf Siegfried ist diese Antwort nicht ganz befriedigend: «Ich habe nichts gegen diese Vögel, und Gesetz ist Gesetz – aber trotzdem könnte die Stadt etwas gegen die Krähen unternehmen, welche uns den Schlaf rauben.»

Berner Zeitung

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