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Kräftiger Support fürs Infozentrum

Das Infozentrum ­Eichholz wird künftig nicht mehr finanziell von der ­Gemeinde unterstützt. Mit 2600 Unterschriften wehrt sich das Umweltforum dagegen.

Biber mit Anziehungskraft: Besonders bei Schulen ist das Infozentrum beliebt.
Biber mit Anziehungskraft: Besonders bei Schulen ist das Infozentrum beliebt.
Iris Andermatt

Die Enttäuschung war gross, als der Gemeinderat von Köniz sich im Mai, entgegen einer Motion aus den Rängen der Grünen, dazu entschloss, dem Infozentrum Eichholz (IZE) künftig den Geldhahn zuzudrehen. Als Reaktion darauf haben innerhalb von drei Monaten über 2600 Naturfreunde die Petition des Umwelt­forums Köniz «zur gesicherten Zukunft des Infozentrums Eichholz» unterschrieben. Sie wurde am Freitag der Gemeinde überreicht.

Erfolg spricht für sich

«Die vielen Unterschriften zeigen, dass die Einwohner hinter dem Zentrum stehen», sagt Dominique Bühler, Urheberin der Petition und Vorstandsmitglied des Umweltforums. Man hoffe nun, dass der Gemeinderat seine Entscheidung überdenke. Die Petition verlangt zudem, dass das IZE als wertvoller Beitrag zur Umweltbildung für Schulen weiterhin anerkannt wird.

Das Zentrum ist Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. Bis Ende Jahr werden 90 Schulklassen im Zentrum eine Führung besucht haben. Bei der Eröffnung 2011 habe man gerade mal mit 20 pro Jahr gerechnet, erklärt der Leiter des Infozentrums, Nicolas Dussex. Seit seiner Eröffnung wurde das Zentrum mit insgesamt 120 000 Franken von der Gemeinde Köniz für den Betrieb unterstützt. Dabei war jedoch von Beginn an klar, dass es nach der Aufbauphase keine weitere finanzielle Unterstützung gäbe.

Dass dermassen viele Leute hinter der Petition stünden, erhöhe den Druck auf die Politik, sagt Gemeindeparlamentarier Hansueli Pestalozzi (Grüne). So erhalte er von den Mitteparteien positive Signale, einer Budgeterhöhung für das nächste Jahr zuzustimmen. Es sei eine Illusion, dass das Zentrum vollständig selbsttragend sein könne. Deshalb müsse es von der öffentlichen Hand unterstützt werden.

Wie geht es weiter?

Noch unklar ist, ob das IZE eine Zusammenarbeit mit der Naturschutzorganisation Pro Natura eingehen könnte. Interesse vonseiten Pro Natura sei zwar da, sagt Dussex, mit einer Partnerschaft könne man aber frü­hestens in zwei Jahren rechnen. Deshalb hofft er, dass die Gemeinde zumindest in der Überbrückungsphase finanziell einspringt. Ansonsten müsse man grosse Abstriche im Angebot machen, um überleben zu können.

Im zwei Hektaren grossen Reservat an der Aare leben rund 50 Vogelarten, unzählige Insekten, Fischotter, Biber, Rehe und zahlreiche weitere Säugetiere.

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