Kotz-Attacke auf Thomas Fuchs' Mercedes

Nach einer Parteisitzung machte Thomas Fuchs eine unangenehme Entdeckung: Sein Mercedes wurde vollgekotzt. Der Ex-SVP-Grossrat teilte seinen Ärger sofort mit seinen Freunden auf Facebook.

Thomas Fuchs hielt die Beschmutzung seines Autos fo­to­grafisch fest und stellte das Ergebnis auf Facebook.

Thomas Fuchs hielt die Beschmutzung seines Autos fo­to­grafisch fest und stellte das Ergebnis auf Facebook.

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Thomas Fuchs ist ein äusserst aktiver Social-Media-Nutzer. Auf Facebook postet der Ex-SVP-Grossrat fast täglich das Neuste aus seinem Leben. Meist teilt er in seinen Beiträgen verbal gegen Linke aus, verteidigt seinen politischen Ziehsohn Erich Hess, oder er postet Hundevideos, Ferienfotos und Zeitungsartikel. Kein Wunder, dass Fuchs auch folgendes Ereignis aus seinem Leben mit seinen Freunden teilte.

«Das gibts nur in Bern», schrieb der Ex-SVP-Grossrat heute Morgen auf Facebook. Dazu stellte er ein Bild von seinem Auto, das mit einer braungelben Flüssigkeit vollgekleckst ist. Dabei handelt es sich um Erbrochenes, wie Fuchs telefonisch bestätigt. «Es hat entsprechend gerochen», so der SVP-Politiker.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend vor dem Hotel Kreuz in der Berner Zeughausgasse. Fuchs hatte dort eine Parteisitzung und stellte seinen schwarzen Mercedes direkt vors Gebäude. Er selbst geht nicht von einem blöden Zufall aus. «Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der Übeltäter genau wusste, wem dieses Auto gehört», sagt Fuchs.

Der Grund für Fuchs' Vermutung: Es ist nicht das erste Mal, dass sein Mercedes in der Stadt Bern mutwillig ins Visier genommen wurde. Als zwei Jugendliche sein Auto vor dem Berner Rathaus anspuckten, erwischte sie Fuchs in flagranti. «Sie haben sich darauf halbherzig entschuldigt und die Scheibe mit einem Nastuch geputzt», sagt Fuchs. Auch der Stern seines Mercedes wurde schon mehrmals abgebrochen.

Fuchs weiss, dass er in der Stadt Bern für viele ein rotes Tuch ist und hat sein Autokennzeichen deshalb bereits vor Jahren gesperrt. Allerdings glaubt er, dass sich unter seinen politischen Gegnern bereits herumgesprochen hat, was für ein Auto er fährt. Dass diese gleich kotzen müssen, wenn sie sein Auto sehen, ist aber doch eine etwas gewagte These.

Das Mitgefühl seiner Facebook-Freunde war Fuchs aber sowieso gewiss, wie die Reaktionen in den Kommentarspalten zeigen. Auch wenn der eine oder andere vermutete, dass es sich bei der gelblichen Masse bloss um Blütenstaub handelte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.04.2018, 18:17 Uhr

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