Kommt Freestyle.ch nach Bern?

Bern

Nachdem der grösste Schweizer Actions-Sport-Event zum zweiten Mal nicht in Zürich stattfinden kann, hoffen die Organisatoren auf einen Wechsel nach Bern.

Ein Rückblick auf die letzte Ausgabe im 2014. <i>Quelle: Youtube</i>

Einmal im Jahr tummelten sich jeweils Snowboarder, Freeskier, Mountainbiker und Motocrosser am Freestyle.ch in Zürich. Zum 20. Jubiläum fand der Grossanlass 2014 gar vor 34'000 Zuschauern statt, danach musste er mangels Sponsoren zweimal hintereinander abgesagt werden.

Nun liebäugeln die Veranstalter mit einem neuen Standort und fassen die Berner Allmend ins Auge. Sicherheitsdirektor Reto Nause bestätigt auf Anfrage, dass er mit den Organisatoren in einem konstruktiven Dialog stehe. Gegenüber der «NZZ» sagte Peter Hürlimann, der Mann hinter Freestyle.ch, er sei von Stadt, Kanton und Tourismus Bern «mit offenen Armen» empfangen worden.

Auf dem Expogelände und bei Bedarf auch in den Hallen stünden bei tieferen Infrastrukturkosten ausreichend grosse Flächen zur Verfügung. Und Nause sagte der «NZZ», dass «der Anlass mit seiner grossen Ausstrahlung eine spannende Ergänzung zu Berns bisherigem Veranstaltungsangebot wäre.» Und dass die Organisatoren wohl überrascht gewesen seien, wie zügig die Berner Behörden reagiert hätten.

Denn nicht nur die knappen Mittel, auch die zögerliche Haltung der Stadt Zürich monieren die Organisatoren: Diese hätten «wenig Interesse» gezeigt, den Event auf der Landiwiese zu halten, schreibt die «NZZ». Weil die diesjährige Ausgabe ins offizielle Weltcupprogramm in den Disziplinen Snowboard und Freeski Big Air hätte aufgenommen werden sollen und damit einen Stellenwert wie Québec oder London erlängt hätte, wäre eine grössere Rampe nötig.

Das Gesuch, einige Stützen ausserhalb des bisherigen Areals aufzustellen, blieb bei den Behörden jedoch zu lange liegen, was in der Absage des Anlasses in diesem Jahr resultiert hat. Der Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger setzt sich allerdings für einen Verbleib von – so die Organisatoren – «Europas grösstem Action-Sport-Event» in Zürich ein. Womöglich ist der Flirt mit Bern auch nicht mehr als ein Druckmittel.

abe/mb

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