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Kommentar: Bern spart ohne Strategie

Die Stadt Bern weisst erstmals seit 1999 ein Defizit aus. Die Direktionen müssen gemeinsam 12 Millionen Franken einsparen. Die Sparmethode mag fair sein, ist aber falsch.

Steht in der Stadt Bern ein Sparpaket an, wird die Last auf die Schultern aller fünf Gemeinderätinnen und Gemeinderäte verteilt. Jede Direktion bekommt ihr Fett weg. Auf diese Art hat die Stadtverwaltung in der Vergangenheit gespart. Und so spart sie auch im aktuellen Fall: Bis im Mai müssen die Direktionen gemeinsam 12 Millionen Franken einsparen. Der Verteilschlüssel liegt parat.

Diese Sparmethode mag fair sein. Sie findet Anklang im Stadtrat, weil sie niemanden richtig schmerzt. Trotzdem ist die Methode falsch. Es ist Sparen ohne Strategie. Wer so vorgeht, produziert Zufallsentscheide und sorgt für Reibungsverlust. Auf Dauer ist diese Finanzpolitik orientierungslos.

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