Knatsch um Gratis-WLan

Bern

Der Ausbau des WLan-Netzes in der Stadt Bern stockt. Lokalpolitiker wollen der Firma «The Net» die Federführung entziehen – und an die EWB übergeben. Dagegen wehrt sich die private Firma mit einem offenen Brief.

Von überall in Bern gratis ins Internet? Das ist leider noch Zukunftsmusik. Jetzt gibt es deshalb Streit zwischen Politikern und der Firma «The Net».

Von überall in Bern gratis ins Internet? Das ist leider noch Zukunftsmusik. Jetzt gibt es deshalb Streit zwischen Politikern und der Firma «The Net».

(Bild: Beat Mathys)

Tobias Habegger@TobiasHabegger

Die Stadt Bern will ein flächendeckendes Gratis-WLan-Netz aufbauen. Den Auftrag dazu gab der Gemeinderat im Jahr 2011 an die Firma TheNet-Internet-Services AG mittels Rahmenkonzession. Passiert ist seither wenig. Im Gratis-WLan-Netz der Hauptstadt gibts grosse Versorgungslücken. «Bisher kam in der Stadt Bern kein wirkliches W-Lan-Angebot zustande», schreiben die beiden Stadträte Claudio Fischer (CVP) und Philip Kohli (BDP) in einer Motion.

Sie fordern, EWB soll den Auftrag erhalten, eine WLan-Strategie für die Stadt Bern zu erarbeiten. Sobald die Strategie besteht, soll das Netz «allen Nutzern und Dienstanbietern diskriminierungsfrei» zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat unterstützt die Motion, obschon er in seiner schriftlichen Antwort festhält: «EWB soll primär die neuen Geschäftsfelder gewinnbringend etablieren.»

«The Net» will Geld

Nun wehrt sich «TheNet» mit einem offenen Brief an die Stadt Bern: Darin beteuert die Firma, der Ausbau des WLan-Netzes sei in vollem Gang. «Die zweite Ausbauphase wird am 31. Januar 2014 abgeschlossen sein.» Weiter fordert «TheNet» finanzielle Unterstützung aus der Stadtkasse: «Sollte die Stadt gewillt sein, den Ausbau zu beschleunigen, wäre ein finanzielles Zugeständnis sinnvoll», steht im offenen Brief. Andere Schweizer Städte wie Zürich, Basel, Luzern und St. Gallen würden sich finanziell am Ausbau des Gratis-WLan-Netzes beteiligen.

Berner Zeitung

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