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Kino Kunstmuseum und Kellerkino spannen zusammen

Auf dem Platz Bern bündeln zwei Kinos ihre Kräfte: das Kino Kunstmuseum und das Kellerkino. Das Kino Kunstmuseum spielt neu täglich und zeigt auch Premieren. Dank der Zusammenarbeit mit dem Kellerkino verfügt es über eine zweite Leinwand.

Das Kino Kunstmuseum wird von der öffentlichen Hand unterstützt.
Das Kino Kunstmuseum wird von der öffentlichen Hand unterstützt.
Susanne Keller

Schwerpunkte bilden das Schweizer und Berner Filmschaffen sowie Kunst- und Künstlerfilme, wie die Verantwortlichen der beiden Institutionen am Montag mitteilten. Beibehalten wird die bisherige Programmstruktur mit filmgeschichtlichen Reihen, Retrospektiven und thematischen Zyklen.

Hoffen auf stärkere Position

Von der Bündelung der Kräfte erhoffen sich die beiden Kinos nicht zuletzt eine stärkere Position gegenüber den Verleihern. Durch das Zusammenspannen sei es möglich, den Anbietern von Filmen bessere Angebote machen zu können als wenn dies jeder für sich machen müsse, schreibt Simon Schwendimann vom Kellerkino in seiner Mitteilung.

Für den Ausbau des Programms sprechen laut den Kino-Verantwortlichen aber auch filmkulturelle Gründe: Derzeit gebe es in Bern zu wenige Leinwände für engagierte Arthouse-Filme, schreiben die Kinoverantwortlichen. Mit der Kombination von Programm- und Premierenkino betritt das Kino Kunstmuseum Neuland.

Die Neuerungen schlagen sich bereits im Dezemberprogramm nieder: Als Premieren gezeigt werden unter anderem Christine Reponds «Silbermond» oder Kasper Holtens «Juan». Im Januar bildet das jüngere russische Filmschaffen einen Schwerpunkt.

Der März steht im Zeichen von Ulrich Grossenbachers Dokumentarfilm «Messies, ein schönes Chaos». Das Kino Kunstmuseum wird neu von Thomas Allenbach geleitet. Er übernimmt die künstlerische und betriebliche Leitung von Rosa Maino, die das 1983 gegründete Kino Kunstmuseum im Jahr 2003 neu lancierte.

Hilfe der öffentlichen Hand

Das Kino Kunstmuseum wird von der öffentlichen Hand unterstützt. 2010 war sein Weiterbestehen gefährdet. Der Berner Stadtrat kam jedoch auf eine Kreditkürzung zurück, so dass die Institution nach wie vor jährlich mit 170'000 Franken von der Stadt Bern unterstützt wird.

Beim Kunstmuseum hat das Kino indessen nur noch Gastrecht auf Zeit. Der Trägerverein ist deshalb auf der Suche nach einer neuen Spielstätte.

SDA/met

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