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Kinder aus Tschernobyl erholen sich

35 strahlengeschädigte Kinder aus der Region Tschernobyl geniessen zehn Tage Ferien in der Stockhütte.

Ferien auf dem Gurnigel: Die Kindergruppe aus der Ukraine.
Ferien auf dem Gurnigel: Die Kindergruppe aus der Ukraine.
Erwin Munter

Bereits zum 15.Mal verbringen strahlengeschädigte Kinder aus der Ukraine Erholungsferien in der «Schweizarja». So wird die Schweiz auf Ukrainisch genannt. In der Stockhütte, dem Ferienhaus Gurnigel, geniessen die Kinder noch bis Mittwoch die reine Bergluft. Weil viele gesundheitlich stark beeinträchtigt sind, werden sie von einer Krankenschwester begleitet. Ein Grossteil der Gäste stammt aus der Grossstadt Bila Zerkva, 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew oder 100 Kilometer vom Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt.

Alle Kinder wurden nach der Atomkatastrophe geboren. Sie leiden an gesundheitlichen Problemen wie Herz- und Magenbeschwerden, Blutkrebs und hoher Nervosität. «Wir kennen im Krisengebiet keine vollständig gesunden Menschen. Sozusagen alle haben Probleme», sagt Galina Litus, Lehrerin und Übersetzerin der Gruppe.

Auf dem Ausflugsprogramm stehen nebst Wanderungen im Gantrischgebiet der Besuch der Altstadt von Bern und von Interlaken sowie ein Trip durch die Aareschlucht. Begeisterung löste unter den Kindern der Besuch des Schwingkellers in Wattenwil aus. Diesen Sport gibt es in der Ukraine nicht. Einige der Kinder liessen es sich nicht nehmen, selbst in den Sägemehlring zu steigen.

Für die Reise in die Schweiz ist finanzielle Unterstützung nötig. Die Betreiberin der Stockhütte, die Genossenschaft Jugend und Ferienhaus Thun, stellt das Haus gratis zur Verfügung. Unentgeltlich arbeitet auch das Betreuerteam Brigitte Roth mit ihren Eltern Fritz und Dora und Elisabeth Frutig aus Mühlethurnen. Mit dabei ist auch Beni Zimmermann.

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