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Kies für Jahrzehnte

Die Baufirma Kästli will weiter Kies abbauen. Im Gebiet Rütiweid liegen Kiesvorräte, die noch für lange Zeit ausreichen.

Ab etwa 2018 wird sich die Rütiweid in Rubigen für etwa drei Jahrzehnte verwandeln. Grüne Wiesen und Wald müssen weichen, wenn die Baufirma Kästli in diesem Gebiet Kies abbauen will. Derzeit laufen die Vorbereitungen dafür. Vor zwei Jahren wurde bereits eine Mitwirkung durchgeführt. In der Zwischenzeit wurde das Projekt verkleinert. Nun liegt die Überbauungsordnung noch bis 26. März öffentlich auf. Der definitive Entscheid wird am 10. Juni an der Urne gefällt.

Das Gebiet östlich der Bahnlinie Bern–Thun umfasst 22 Hektaren mit 2,5 Millionen Tonnen Kies. Für das Vorhaben muss eine Waldfläche im Umfang von fünf Fussballfeldern gerodet werden. Der Abbau soll in sieben Etappen erfolgen. «Die jeweils offene Grubenfläche wird möglichst klein gehalten», sagt Verwaltungsratspräsident Daniel Kästli.

Das Gebiet sei für die regionale Kiesversorgung wichtig, sagt Kästli. Deshalb sei es auch im Richtplan Abbau, Deponie, Transporte der Regionalkonferenz Bern-Mittelland vermerkt. Auch die Gemeinde Rubigen steht hinter den Plänen und wird auch finanziell profitieren. Denn Kästli muss eine Abgabe leisten, die von der tatsächlichen Abbaumenge abhängt. Die Gemeinde rechnet über die 30 Jahre hinweg mit Einnahmen von rund 4,5 Millionen Franken, sagt Gemeindeverwalter Roland Schüpbach.

Ganz unbeschwert kann Kästli die Sache allerdings nicht angehen. Letztes Jahr gab das Verwaltungsgericht in einem Rechtsstreit Anwohnern der Kiesgrube recht und entschied, die Baufirma habe ohne gültige Baubewil­ligung Kies abgebaut. Im Herbst stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Kästli allerdings ein. «Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt, das belegt die Tatsache, dass wir keine Busse erhalten haben», sagt Kästli. In der Zwischenzeit liegt eine gültige Baubewilligung vor. Damals hätten die gesetzlichen Grundlagen von heute noch nicht existiert.

Mit der Überbauungsordnung liege nun das passende Instrument vor. «Die Überbauungsordnung regelt genau, wie das Ganze funktioniert», sagt Schüpbach, der das baupolizeiliche Verfahren leitet.

Bedenken von Anwohnern

An einer Informationsveranstaltung gab etwa die Waldrodung zu reden. Anwohner befürchten zudem Lärm und Staub. «Wir können nicht alle Emissionen verhindern», sagt Kästli. «Aber wir nehmen die Bedenken ernst.» Entsprechende Massnahmen seien in der Überbauungsordnung vorgesehen. «Wir arbeiten mit modernsten Methoden.»

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