Keine Waffe für Nicolas Blancho

Die Polizeidirektion hat dem IZRS-Präsidenten Nicolas Blancho in zweiter Instanz einen Waffenschein verweigert. Das Verfahren hängt nun vor Verwaltungsgericht.

IZRS-Präsident Nicolas Blancho darf keine Waffe tragen.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

IZRS-Präsident Nicolas Blancho darf keine Waffe tragen.

(Bild: Keystone)

Zwei Jahre nach seinem Versuch, einen Waffenschein zu erwerben, ist der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), Nicolas Blancho, erneut mit diesem Anliegen abgeblitzt. Wie die NZZ berichtet, hatte Blancho gegen den Entscheid der Kantons­polizei, ihm keinen Waffenschein auszustellen, Beschwerde erhoben. Diese sei bereits im Mai ­dieses Jahres abgewiesen ­worden.

Die Polizei- und Militärdirektion begründet ihren Entscheid damit, dass Blancho «Ansichten vertrete und öffentlich mache, die einerseits durch Beeinflussung Dritter geeignet seien, die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz zu gefährden, und die andererseits nicht das Bild einer Person zeichneten, die Gewähr für einen sorgfäl­tigen, verantwortungsbewussten und gesetzmässigen Umgang mit einer Waffe biete».

Dazugekommen sei, dass die Bundesanwaltschaft gegen den IZRS und auch gegen Blancho wegen Propa­ganda für eine verbotene Grup­pierung ermittle. Unterdessen ­wurde in dieser Sache von der Bundesanwaltschaft Anklage erhoben.

Auch den Entscheid der Po­lizeidirektion hat Blancho an­gefochten – das Verfahren ist gemäss NZZ derzeit beim Verwaltungsgericht hängig. Nicolas Blancho begründete seinen Wunsch, eine Waffe zu besitzen, damit, dass er und seine Familie regelmässig bedroht würden. Die Pistole diene zu ihrem persönlichen Schutz.

pd

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