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Keine Ruhe um EWB

Der Druck auf mehr Transparenz und Kontrolle bei Energie Wasser Bern hält an. Die zuständige Kommission soll offene Fragen zum Glasfasernetz noch einmal stellen, verlangt ein Parlamentarier. Ein anderer wünscht eine Grundsatzdebatte.

Inzwischen sind rund 38'000 der insgesamt 84'000 Haushalte in der Stadt Bern mit Glasfaser erschlossen.
Inzwischen sind rund 38'000 der insgesamt 84'000 Haushalte in der Stadt Bern mit Glasfaser erschlossen.
Keystone

Die expansive Strategie von Energie Wasser Bern (EWB) gibt zu reden. Zuletzt stellten Michael Köpfli (GLP) und Matthias Stürmer (EVP) kritische Fragen zum Glasfasernetz, das der städtische Energiebetrieb für 140 Millionen Franken aufbauen will (wir berichteten). Während die beiden Stadträte auf mehr Transparenz pochen, ist diese für Gemeinderat Reto Nause (CVP) ausreichend gegeben. EWB und Gemeinderat wehrten sich nicht gegen Kontrolle, versicherte Nause dem Parlament. Dennoch blieben viele von Köpflis und Stürmers Fragen offen, weil sich der Gemeinderat in seiner Antwort auf das Geschäftsgeheimnis berief.

Parlamentarier Köpfli will sich damit nicht abfinden. Er stützt sich auf Artikel 27 des EWB-Reglements. Dieser sieht vor, dass der Gemeinderat die zuständige stadträtliche Kommission auch über die zu erwartende künftige Geschäftsentwicklung orientiert. Zudem könne die Kommission zusätzliche Unterlagen anfordern oder Mitglieder des Verwaltungsrates anhören. «Weil sich im Stadtrat fast alle Fraktionen für mehr Transparenz ausgesprochen haben, bin ich sicher, dass die zuständige Kommission an EWB gelangen wird», sagt Köpfli.

FDP-Stadtrat Bernhard Eicher, der im Parlament eine Änderung des EWB-Reglements angeregt hatte, unterstützt Köpflis Vorgehen. «Um eine Debatte über das Reglement werden wir trotzdem nicht herumkommen», ergänzt Eicher. Seiner Ansicht nach stellen sich zwei Grundsatzfragen, die sich nur über das Reglement regeln liessen: «Wie weit geht der Service-public-Auftrag von EWB? Und wie viele Risiken darf das städtische Unternehmen eingehen?» Eicher will diese Debatte mit einem Vorstoss lostreten, kündigt er an.

BZ/hae

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