Kein Wildwuchs von Handyantennen

Ostermundigen

Künftig legt das Baureglement fest, wo neue Handyantennen gebaut werden dürfen. Das Parlament hat die Teilrevision gutgeheissen. Noch ist aber eine Einsprache dreier Mobilfunkanbieter hängig.

Alle wollen mobil telefonieren, niemand will die Antennen: Immer wieder sorgen solche Einrichtungen für erhitzte Gemüter.

Alle wollen mobil telefonieren, niemand will die Antennen: Immer wieder sorgen solche Einrichtungen für erhitzte Gemüter.

(Bild: Urs Jaudas)

In Wohngebieten von Ostermundigen sollen Handyantennen tabu sein. Ein neuer Artikel im Baureglement legt fest, wo solche Anlagen gebaut werden können. Das Parlament hat die Teilrevision des Reglements am Donnerstagabend einstimmig gutgeheissen. Kritische Bemerkungen zum Geschäft gab es nicht.

In Ostermundigen sollen neue Antennen in erster Linie an den bestehenden Standorten errichtet werden. Ist der Bau dort nicht möglich, kann auf Arbeitszonen ausgewichen werden. Antennen in Wohngebieten sind höchstens noch in Ausnahmefällen möglich, wenn andere Standorte nicht infrage kommen.

«Der neue Artikel entspricht einem Bedürfnis der Bevölkerung», sagte Gemeinderätin Ursula Lüthy (Grüne). Das habe die Mitwirkung gezeigt. Die Fraktionen waren gleicher Meinung. Peter Wagner (EVP) sagte, der neue Artikel im Baureglement bedeute Planungssicherheit für den Bau neuer Antennen.

Roger Schneiter (SVP) erwähnte die hängige Einsprache von Swisscom, Sunrise und Salt: «Wir hoffen, dass uns die Mobilfunkanbieter nicht zu stark in die Quere kommen.» Die Gemeinde müsse nun standhaft bleiben, forderte er.

Es liege nun nicht mehr in der Macht der Gemeinde, sondern sei Sache der nächsthöheren Instanz, präzisierte Ursula Lüthy. Es sei möglich, dass die Sache bis vor Bundesgericht gezogen werde. «Wir haben jedoch gute Chancen durchzukommen.»

Berner Zeitung

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