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Kanton lehnt «Paradisli-Überbauung» ab

Der Kanton Bern hat am Mittwoch das Baugesuch der Stadt Bern für die Überbauung Schönbergpark abgelehnt. Einen Erfolg verbucht damit die Grüne Partei Bern, die gegen das Projekt Beschwerde führte.

Auf dem Areal plante die Stadt eine Überbauung mit 12 Wohnungen für gehobene Ansprüche. Bekannt wurde das Gelände aber vor allem im Zusammenhang mit den Streit um die Zwischennutzung des alten Bauernhauses durch den alternativen Kulturverein Paradisli.°

Erfolg für GPB

Die Grüne Partei/Demokratische Alternative (GPB-DA) mit ihrem inzwischen verstorbenen Stadtrat Daniele Jenni hatte seinerzeit gegen das Bauvorhaben beim Kanton Beschwerde erhoben. Die kantonale Baudirektion lehnte diese aber aus formalen Gründen ab.

Das Verwaltungsgericht pfiff den Kanton zurück und verlangte, dass er die Beschwerde sehr wohl inhaltlich zu prüfen habe. Der Kanton hat dies nun getan und kommt zum Schluss, das das städtische Bauvorhaben das Mass der Nutzung überschreite.

Der Entscheid fällt damit zur Freude der GPB und zum Verdruss der Stadt aus. Letztere reagierte in einer Mitteilung vom Mittwoch mit Bedauern und Unverständnis.

Jetzt will sie das weitere Vorgehen prüfen. In Frage kommt allenfalls ein Weiterzug des nun vorliegenden Entscheides an das Verwaltungsgericht. Die Frist für eine allfällige Beschwerde läuft bis Ende Oktober.

Die GPB freute sich in einer Mitteilung über den «vollen Erfolg». Dieser habe aber zusammen mit dem Verein Paradisli hart erstritten werden müssen.

Die Partei ruft die Stadt Bern auf, den Maschendrahtzaun, mit dem das Gelände seit der Räumung abgesperrt ist, zu entfernen und mit dem Verein Paradisli über einen neuen Mietvertrag zu verhandeln.

Umstrittene Zwischennutzung

Der Verein hatte das alte Bauernhaus auf dem Areal im Sinne einer Zwischennutzung gemietet. Zunächst legal, da mit der Stadt ab Anfang Dezember 2006 ein entsprechender Vertrag bestand.

Der Verein veranstaltete im Bauernhaus unter anderem Konzerte. Die Lärmklagen aus der Nachbarschaft häuften sich und die Stadt verlängerte die Zwischennutzung nicht mehr.

Das Paradisli-Kollektiv blieb im Haus, auch ohne ohne Vertrag und ohne Segen der Stadt, mit der es zu einem längeren juristischen Hickhack kam. Nachdem der Verein vor Bundesgericht unterlag, räumte er das Haus im vergangenen April.

SDA

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