Kandidierende wollen hoch hinaus

Alle Stapi-Kandidierenden möchten in die Höhe bauen. Das geht aus dem Fragebogen von Smartvote hervor. In Bern sind bereits mehrere Hochhäuser geplant.

Die Umfrageergebnisse von Smartvote zum Thema Hochhäuser in der Stadt Bern.

Die Umfrageergebnisse von Smartvote zum Thema Hochhäuser in der Stadt Bern.

(Bild: Smartvote)

Ralph Heiniger

In Köniz und in Ostermundigen wird in die Höhe gebaut. Trotz vereinzelt heftigem Gegenwind. In der Stadt Bern könnten Hochhäuser in der Zukunft leichtes Spiel haben. Zumindest, wenn es ausschliesslich nach dem Willen der Kandidatinnen und Kandidaten für das Stadtpräsidium gehen würde.

Gemäss dem Fragebogen von Smartvote würden sie alle es zumindest «eher» begrüssen, wenn im Rahmen der baulichen Verdichtung in Bern vermehrt Hochhäuser gebaut würden (siehe Grafik).

«Nicht um jeden Preis»

Ursula Wyss (SP) und Alec von Graffenried (GFL) unterstützen Hochhäuser zwar schon, allerdings mit leichten Vorbehalten. So kommentiert Ursula Wyss bei Smartvote, dass die bauliche ­Verdichtung für die Stadt zentral sei. «Dies kann mit oder ohne Hochhäuser erreicht werden.»

Von Graffenried schreibt bei Smartvote, dass er «nicht um ­jeden Preis» Hochhäuser bauen wolle, sondern nur da, «wo es Sinn macht». Man darf allerdings vermuten, dass auch die ­übrigen Kandidierenden keine «sinnlosen» Hochhäuser bauen wollen.

In die Höhe zu bauen, schien in der Region lange tabu zu sein. Vor zehn Jahren wollte Münchenbuchsee keinen 40 Meter hohen Wohnturm beim Bahnhof. 2008 sagte Wohlen Nein zu ei­nem 60 Meter hohen Gebäude in Hinterkappelen.

Doch in Wabern steht seit kurzem der Green Tower, und letztes Jahr sagte ­Ostermundigen Ja zum Bären-Hochhaus – Höhe: 100 Meter. Aus der Stadt Bern gab es übrigens Widerstand gegen dieses Projekt. So hatte man im Berner Burg­feldquartier wenig Freude an den Bauplänen in Ostermundigen. Auch in Bern sind mehrere neue Hochhäuser vorgesehen. Bei der Überbauung Wankdorf-City etwa soll ein Gebäude über 90 Meter, weitere rund 50 Meter hoch werden.

Fragebögen online

Seit Freitag hat Smartvote die Fragebögen von allen Kandidierenden für das Berner Stadtpräsidium aufgeschaltet. Die Anwärterinnen und Anwärter haben über fünfzig Fragen zu Themen wie Sicherheit, Migration oder Stadtentwicklung beantwortet.

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