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Juso fordert nach Gewalt-Eskalation eine Stadtpolizei

Weil die Polizei unkontrolliert Gewalt ausüben könne, komme es immer wieder zu Ausschreitungen, findet die Juso der Stadt Bern – und will deshalb die Stadtpolizei wieder einführen.

Entspannte Stimmung auf der Schützenmatte: Am Tag danach erinnert kaum mehr etwas an die nächtlichen Unruhen.
Entspannte Stimmung auf der Schützenmatte: Am Tag danach erinnert kaum mehr etwas an die nächtlichen Unruhen.
Stundenlang dauerten die Scharmützel bei der Reitschule in der Nacht auf Sonntag.
Stundenlang dauerten die Scharmützel bei der Reitschule in der Nacht auf Sonntag.
Leserreporter
Solche Gummigeschosse lagen nach dem Vorfall vor der Reitschule herum.
Solche Gummigeschosse lagen nach dem Vorfall vor der Reitschule herum.
PD/Reitschule Bern
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Nach der Gewalteskalation am Wochenende vor der Reitschule drängt die Juso Stadt Bern auf Massnahmen gegen Polizeigewalt. Es brauche endlich eine echte, unabhängige und demokratische Kontrolle über die Polizei, schreibt die Jungpartei in einem Communiqué vom Montag.

Eine Ombudsstelle solle das Verhalten der Polizei unter die Lupe nehmen können. Ausserdem sei es an der Zeit, dass Stadt und Kanton Bern die Wiedereinführung der Stadtpolizei vorbereiteten.

Die Juso weist darauf hin, dass der Stadtrat erst letzten Donnerstag die unabhängige Untersuchung einer Afrin-Demo im April 2018 verlangt habe. Damals löste die Polizei eine unbewilligte Kundgebung auf. Der Gemeinderat hatte die unabhängige Untersuchung abgelehnt.

Diese Szenen ereigneten sich in der Nacht auf Sonntag vor der Berner Reitschule. Video: Leserreporter

Die Regierung dulde Übergriffe, und die Polizei wisse das genau, kritisiert die Juso. Deshalb brauche es eine unabhängige Stelle, die den Vorwürfen nachgehe.

Bei den nächtlichen Auseinandersetzungen auf der Schützenmatte in der Nacht zum Sonntag waren mehrere Menschen verletzt worden, darunter drei Polizisten. Polizei und Reitschule werfen sich gegenseitig vor, für die Gewalteskalation verantwortlich zu sein.

SDA/chh

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