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Jungfreisinnige: kein Doppelmandat für Tschäppät

Die Jungfreisinnigen fordern den Berner Stadtpräsidenten und neu auch Nationalrat Alexander Tschäppät auf, sich für eines der beiden Mandate zu entscheiden. In Bern stünden zu wichtige Entscheide an, als dass sich die Stadt einen 50-Prozent- Stapi leisten könnte.

Soll sich zwischen zwei Mandaten entscheiden: Berns Stadtpräsident und Nationalrat Alexander Tschäppät.
Soll sich zwischen zwei Mandaten entscheiden: Berns Stadtpräsident und Nationalrat Alexander Tschäppät.
Andreas Blatter

Das Amt des Stadtpräsidenten verlange hundertprozentigen Einsatz, schreiben die Jungfreisinnigen in einer Mitteilung vom Montag. Auch als Nationalrat brauche es vollen Einsatz. Ein Doppelmandat halten die Stadtberner Jungfreisinnigen für keine gute Idee.

Es gehe ihnen nicht um die Person Tschäppät, sondern um die Unvereinbarkeit des Amtes als Stadtpräsident mit jeglichen anderen politischen Mandaten, schreiben die Jungfreisinnigen in ihrer Mitteilung vom Montag.

Doppelmandate bei SP umstritten

Doppelmandate waren auch innerhalb von Tschäppäts Partei, der SP, lange Zeit umstritten. 2003 musste Tschäppät sein damaliges Nationalratsamt auf Geheiss der Partei zu Gunsten des Amtes als Stadtpräsident ablegen.

Vor den eidgenössischen Wahlen 2011 kam die SP auf diesen Entscheid zurück - wohl auch, weil die Kantonalpartei einen Sitzverlust befürchtete und daher zugkräftige Kandidaten brauchte. Tschäppät kandidierte für den Nationalrat, schaffte die Wahl am 23. Oktober aber nicht. Stattdessen landete er auf dem ersten Ersatzplatz.

Seit Sonntag ist nun allerdings klar, dass Tschäppät bereits in den Nationalrat nachrücken kann, dank der Wahl von SP-Nationalrat Hans Stöckli in den Ständerat.

SDA/mau

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