Junge Eritreer im Pfadiheim

Wohlen

Die minderjährigen Asylsuchenden, die während der Ferien im Jugendtreff Hinterkappelen untergebracht waren, wohnen nun im Pfadiheim Säriswil. Es sei eine Zwischenlösung, sagt die Gemeinde Wohlen.

Zwölf junge Eritreer ziehen vom Jugendtreff Hinterkappelen ins Pfadiheim Säriswil um. (Symbolbild)

Zwölf junge Eritreer ziehen vom Jugendtreff Hinterkappelen ins Pfadiheim Säriswil um. (Symbolbild)

(Bild: Beat Mathys)

Sie sind zwischen 14 und 18 Jahre alt, haben ihr Heimatland Eritrea verlassen und sind ohne Eltern in die Schweiz geflüchtet. Zwölf dieser minderjährigen Asylsuchenden verbrachten den Juli in der Gemeinde Wohlen – im Jugendtreff Hinterkappelen. Auf eine Anfrage des kantonalen Migrationsdienstes quartierte die Gemeinde die Jugendlichen kurzfristig dort ein. Denn wegen des gestiegenen Zustroms von Flüchtlingen, auch von Minderjährigen ohne Elternbegleitung, sind die bestehenden Plätze alle belegt.

Umzug ins Pfadiheim

Nach den Sommerferien wird der Jugendtreff Hinterkappelen jedoch wieder für seinen ursprünglichen Zweck genutzt. In der Zwischenzeit hat die Gemeinde einen neuen Standort für die Jugendlichen gefunden. Laut Gemeindepräsident Bänz Müller (SP plus) erklärte sich die Pfadi Frienisberg bereit, ihr Pfadiheim Birchi in Säriswil zur Verfügung zu stellen. Diese Woche ziehen die jungen Eritreer dort ein, bis 18 finden im Heim Platz. Die Unterkunft wird von der Zentrum Bäregg GmbH geführt. Diese ist im Kanton dafür zuständig, die jungen Asylbewerber ohne Eltern unterzubringen. «Das Pfadiheim ist eine Zwischenlösung, höchstens bis Ende Jahr», betont Bänz Müller. Für einen definitiven Aufenthalt sei das Heim ungeeignet. Derzeit sucht der Migrationsdienst in Zusammenarbeit mit der Zentrum Bäregg GmbH nach Möglichkeiten, wo die Knaben und jungen Männer dauerhaft untergebracht werden können.

Nur positive Stimmen

Die Erfahrungen mit den jungen Eritreern in Wohlen seien durchwegs gut, sagt Müller. «Wir haben keine einzige Reklamation erhalten. Es gab nur positive Rückmeldungen.» Der Gemeindepräsident war im Juli selbst im Jugendtreff und erhielt «einen sehr guten Eindruck». Das Heim werde professionell geführt, die Burschen würden rund um die Uhr betreut. Auf dem Fussballplatz neben dem Treff durften die Jungs sogar tschüttelen. Der SC Wohlensee stellte ihnen den Platz zur Verfügung.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt