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«Julia ist halt keine Zwetschge»

Während «Elite Model» Julia Saner in China Fototerminen nachhetzt, erntet ihr Vater, Journalist Albi Saner, hier Schulterklopfer.

Albi Saner, was überwiegt nach dem Sieg Ihrer Tochter beim «Elite Model Look»-Wettbewerb: Stolz oder Sorge? Albi Saner: Die beiden halten sich exakt die Waage. Auf der einen Seite ist da eine riesige Freude, verbunden mit unheimlichem Stolz. Auf der anderen Seite die Sorge darüber, was da jetzt alles auf uns zukommt.

Was bereitet Ihnen denn konkret Kopfzerbrechen? Julia wird jetzt früher aus dem Elternhaus gehen, als das vielleicht ihrer Entwicklung entsprechen würde. Und dann sind da die hinlänglich bekannten Gefahren in dieser Branche, wie Drogen oder Ernährungsprobleme. Und wir haben natürlich Angst davor, dass sie schlecht behandelt werden könnte. Aber das steht nicht im Vordergrund. Wie alle in unserer Familie sehe ich immer das Positive, ich bin Optimist.

Haben Sie im Vorfeld geglaubt, dass Julia gewinnen könnte? Nein. Es war überwältigend, ich hätte es nie erwartet.

Weshalb nicht? Ich war dort, in China, ich habe die anderen Kandidatinnen gesehen. Wie die auftreten, paff! Julia dagegen ist eher introvertiert und schüchtern. Deshalb war die Wahl umso überraschender.

Hatten Sie vor diesem Wettbewerb nie den Gedanken, dass Julia modeln könnte? Das wurde erst vor drei Monaten ein Thema. Damals haben wir zusammen die Sendung «Germany’s Next Topmodel» geschaut. Aber dass Julia das Zeug dazu hat, war schon länger klar.

Woran merkte man das? An den Familienfotos: Da war einfach nie eine «Bire» drunter. Julia sah auf jedem perfekt aus. Da gibt es ein Bild aus den Ferien in Spanien, Julia kommt aus dem Meer, ungeschminkt, mit Salz im Haar. Ein absoluter Hammer. Wir hörten auch oft von Bekannten, was Julia für eine hübsche, feine junge Frau sei, dass sie eine tolle Ausstrahlung habe. Als Vater muss einem das gesagt werden, weil man sein Kind immer noch so sieht, wie es in den Windeln aussah (lacht).

Hatten Sie je auf einen Matchbericht bei Capital FM so viele Reaktionen wie jetzt? Nicht annähernd. Ich habe unglaublich viele SMS, Anrufe und E-Mails erhalten. Und was mich dabei am meisten freut: Die Leute, die Julia kennen, mögen es ihr so richtig gönnen. Sie ist halt keine Zwetschge.

Bald wird sie wohl mehr verdienen als der Papa. Das ist doch gut, wir müssten nämlich schon lang das Dach reparieren (lacht). Das zweite Model der Familie steht übrigens schon in den Startlöchern. Ursula Knecht von der Modelagentur Option sagte mir kürzlich: «In zwei Jahren hole ich Ihren Jüngsten.» Raphael ist jetzt 14.

Der Berner Albert «Albi» Saner (60) ist Berufsschullehrer sowie Sportjournalist bei Capital FM und TeleBärn. Seine Tochter Julia hat am Wochenende in China das Finale des Wettbewerbs «Elite Model Look» gewonnen

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